Schon am Dienstagabend zog eine Kaltfront über Berlin. Foto: Imago/A. Friedrichs

Längst wurde der Frühlingsanfang gefeiert – doch die schönste aller Jahreszeiten gibt’s 2021 leider nur auf Sparflamme. Am Mittwochmorgen fiel schon wieder Schnee in Berlin. Und während sich die einen freuen, sind die anderen vom Flockenwirbel regelrecht genervt. Wann kommt endlich der Frühling? Die Prognosen machen Hoffnung, aber der April bleibt unberechenbar.

Am Mittwochmorgen fielen auch in Berlin wieder Schneeflocken

Überall in Deutschland fielen am Mittwochmorgen wieder Flöckchen – und ein Ende ist nicht wirklich in Sicht. Denn: „Richtung Wochenende bahnt sich eine markante Luftmassengrenze an“, heißt es in einer Mitteilung von wetter.net. „Im Süden und Südosten des Landes wird es richtig warm. Auf der anderen Seite bleibt es dagegen deutlich kälter. Doch letztlich werden sich die kalten Luftmassen ab Montag wieder in ganz Deutschland durchsetzen. Vom Nordpol kommt nämlich die nächste Ladung Polarluft nach Deutschland und es gibt kein Entrinnen.“

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Am Donnerstag sind 4 bis 9 Grad angekündigt, vereinzelt könne es Schneeschauer geben, heißt es. Am Freitag steigen die Temperaturen dann auf 9 bis 17 Grad, am Sonnabend auf bis zu 18, am Sonntag auf bis zu 20 Grad! Doch danach geht’s wieder rapide bergab, Stück für Stück – bis wir am kommenden Mittwoch wieder bei „windigem Schauerwetter“ und 5 bis 9 Grad sind.

Der neue Wetterbericht von Dominik Jung macht wenig Hoffnung auf Frühling.

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„Der April-Frühling kommt nicht auf Touren. Ein Polarluftvorstoß jagt den nächsten. Die aktuellen Wettertrends reichen bis weit in die zweite Aprilhälfte und es scheint unterkühlt weiterzugehen“, kündigt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net an. „Eine neue sehr warme Phase wie vergangene Woche ist weit und breit zumindest nicht auf Dauer in Sicht. Der April-Frühling scheint über weite Strecken auszufallen. Am Ende könnte der April sogar noch insgesamt kälter als im Klimamittel ausfallen.“

In der kommenden Woche strömt kalte Luft vom Nordpol nach Deutschland

Kalte Luft vom Nordpol ströme in der kommenden Woche nach Deutschland, heißt es. „In großer Höhe sind die Luftmassen besonders kalt. Es wiederholt sich quasi die Wetterlage von dieser Woche. Wieder kommt ein Kälte-Eis zu uns und sorgt für turbulentes Wetter“, sagt Jung. „Es kommt erneut zu Graupel- und Schneegewittern. Aus dem Spätwinter scheint es derzeit kaum ein Entrinnen zu geben.“