Polizisten durchsuchen in Berlin ein Mitglied der Gruppe „Letzte Generation“ an der Autobahnausfahrt Ecke Berliner Straße/Konstanzer Straße. Die Demonstranten hatten die Ausfahrt der A100 blockiert.
Polizisten durchsuchen in Berlin ein Mitglied der Gruppe „Letzte Generation“ an der Autobahnausfahrt Ecke Berliner Straße/Konstanzer Straße. Die Demonstranten hatten die Ausfahrt der A100 blockiert. Julius-Christian Schreiner

Die Ermittler hatten am Dienstag zugeschlagen und in einer bundesweiten Durchsuchungsaktion gegen Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ Unterlagen und Daten beschlagnahmt. Die federführende Staatsanwaltschaft Neuruppin geht auch dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung nach. In einer Mitteilung der Ermittlungsbehörde am Mittwoch hieß es, es seien am Dienstag umfangreich schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger beschlagnahmt worden. Diese Daten werten die Ermittler derzeit aus. Vor allem geht es um Attacken von Klimaaktivisten auf Anlagen der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs.

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Es gebe Hinweise, dass die „Letzte Generation“ von einer klaren Rollenverteilung und einer kontinuierlichen Struktur geprägt sei, teilte die Staatsanwaltschaft in Neuruppin mit. Es bestehe der Verdacht, dass der Zweck der Gruppierung zumindest auch auf die Begehung von Straftaten „hinreichenden Gewichts“ ausgerichtet sei. Weitere Angaben zum Stand des Verfahrens wollte die Behörde jedoch nicht machen.

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Laut Staatsanwaltschaft hatte es am Dienstag in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gegeben. Die Vorwürfe richten sich gegen elf Unterstützer der „Letzten Generation“. Am Mittwochmorgen blockierten Klimaaktivisten in Berlin erneut Straßen.