Teile der des SV Babelsberg 03 haben schwere Vorwürfe gegen den Einsatz der Bundespolizei nach dem Halbfinale im Landespokal in Lübben erhoben (Archivbild). Foto: imago images/Matthias Koch

Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 und Teile seiner Fans haben schwere Vorwürfe gegen den Einsatz der Bundespolizei nach dem Halbfinale im Landespokal in Lübben erhoben. Nach einer Stellungnahme des Netzwerkes „Nur03“ sollen die Beamten die Anhänger schikaniert und verbal provoziert haben. Zudem gab es verbale Gewaltandrohungen und Fans wurden von Beamten Richtung Gleis geschubst, wie auf der Facebook-Seite des Vereins hervorgeht. Die „Märkische Allgemeine“ hatte zuerst darüber berichtet.

„Ein Vorstandsmitglied unseres Vereins war mit im Zug. Er konnte die Darstellungen der Fans 1:1 bestätigen“, sagte SVB-Präsident Archibald Horlitz. Nach dem 4:1-Erfolg über Grün-Weiß Lübben vor eineinhalb Wochen begleitete die Bundespolizei rund 200 Anhänger bei der Fahrt aus dem Spreewald, darunter eine sogenannte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE).

Babelsberger Fans befürchten am kommenden Sonnabend erneuten Ärger

Diese war aufgrund eines Mitfahndungsersuchens der Polizei Brandenburg geschickt worden, da in Lübben ein Absperrzaun im Babelsberger Fanblock beschädigt worden war. Beim Umsteigen am Bahnhof Berlin-Friedrichstraße sowie der Weiterfahrt bis Potsdam-Hauptbahnhof kam es zu den von den Anhängern berichteten Schikanen durch die BFE.

Die Babelsberger Fans befürchten am kommenden Sonnabend erneuten Ärger beim Landespokalfinale gegen den Ligakonkurrenten Union Fürstenwalde in Luckenwalde (14.45 Uhr, ARD und RBB-Livestream). Bereits 2016 kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Babelsberger Fanszene kritisiert noch heute eine unzureichende Aufarbeitung des Einsatzes und nannte das Ereignis „Die Schande von Luckenwalde“.