Die Berliner aus Lichtenberg können ihr Leitungswasser wieder bedenkenlos trinken. dpa/Lukas Schulze

Es waren bange und vor allem anstrengende Stunden für zehntausende Menschen im Ostberliner-Bezirk Lichtenberg. Am Freitagnachmittag warnte das Bezirksamt von Lichtenberg in Friedrichsfelde und Neu-Hohenschönhausen vor einer möglichen Keimbelastung im Trinkwasser. Wer das Wasser aus der Leitung nutzen wollte, musste es nun abkochen, zudem herrschte Duschverbot! Doch nun gab das Gesundheitsamt Entwarnung!

Nach 24 Stunden: Duschverbot in Berlin-Lichtenberg wieder aufgehoben

„Leitungswasser muss seit Sonnabend, 14. August 2021, 15.30 Uhr, nicht mehr abgekocht werden“, teilten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) dem KURIER mit. Damit wurde das Duschverbot nach rund 24 Stunden wieder aufgehoben. Der Bezirk Lichtenberg sah sich am Freitagnachmittag zu diesem drastischen Schritt gezwungen, nachdem Qualitätsmängel bei Routine-Kontrollen augefallen waren.

„An drei Kontrollstellen sei „jeweils eine Einheit koloniebildender coliformer Keime gefunden worden“, hieß es am Freitag von Seiten der BWB. Laut Trinkwasserverordnung dürften solche Keime jedoch gar nicht erst vorkommen. Mit einer Typisierung sollte herausgefunden werden, um welche Art von Keimen es sich handle. Die Ergebnisse sorgten am Samstagnachmittag für eine Entspannung der Lage!

Berliner Wasserbetriebe geben Entwarnung

„Nach einer erneuten Beprobung der drei Rohrnetzkontrollstellen und neun weiterer Stellen im Bezirk bzw. in dessen Zustrom können die Wasserbetriebe Entwarnung geben: Die Ergebnisse umfänglicher Proben aus dem Trinkwasserversorgungsnetz zeigen, dass das Wasser (wieder) einwandfreie Qualität aufweist“, hieß es in einer Mitteilung der BWB. Lediglich an einer Stelle im Netz sei der Befund noch positiv. In der betroffenen Einrichtung, einer Kita, werden nun weitere Proben genommen. Zudem werden die Berliner Wasserbetriebe dort Spülungen vornehmen. 

Eine Laboruntersuchung der gefundenen Keime habe zudem ergeben, dass es sich bei den gefundenen coliformen Keimen, um unterschiedliche Keime gehandelt habe. Ein Zusammenhang zwischen diesen kann also ausgeschlossen werden. 

Dennoch bleiben die BWB in Alarmbereitschaft. Die zwölf Probeentnahmestellen würden in Absprache mit dem Bezirksamt Lichtenberg weiter überprüft. Zwischen den Zwischenpunpwerken Lichtenberg und Lindenberg bleibe zudem die UV-Desinfektion bestehen. Eine Vorsichtsmaßnahme.

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Für die Berliner aus Friedrichsfelde und Neu-Hohenschönhausen, ist aber erstmal Aufatmen angesagt. Sie können ihr Leitungswasser wieder bedenkenlos trinken und auch ohne Sorge unter die Dusche steigen.