Bei hochsommerlichen Temperaturen erfrischt sich diese Sportlerin im kühlen Nass. Foto: imago images/Tischler

Dieser Sommer ist ein echter Spätzünder: eher durchwachsen und leicht unterkühlt endete der Juli, doch im August ist die Hitzewelle mit Macht über uns gerollt. Je nach Region sieben bis neun Hitzetage am Stück - für Hamburg meldet Diplom-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net) gerade sogar die längste Hitzewelle am Stück seit 1891. Nicht einmal während der Rekord-Hitzejahre 2018 und 2019 wurden derart lange Hitzeperioden mit Höchstwerten von über 30, örtlich sogar 35 Grad registriert.

Ein paar Niederschläge haben am Freitagmorgen in unserer Region kaum für Abkühlung gesorgt: Denn Tief Heike trägt von Südwesen her schwül-warme Luft zu uns. Die Temperaturen bleiben in Berlin voraussichtlich knapp unter der 30-Marke, der Himmel über der Hauptstadt ist zunächst bedeckt. Was dann in unserer Region passiert, gestaltet sich örtlich sehr unterschiedlich: Bis zum Mittag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwischen Barnim und Niederlausitz mit Schauern, vereinzelt auch heftigen Gewittern mit Starkregen. Im Berliner Raum und andernorts bleibt es voraussichtlich zunächst trocken, und es lockert zunehmend wieder auf.

Am Nachmittag können sich aber örtlich kräftige Unwetter mit ergiebigem Starkregen bis zu 25 Litern/Quadratmeter und Sturmböen bis zu 75 km/h entwickeln - wo genau, können auch die leistungsstarken Rechner der Wetterdienste nicht präzise vorhersagen. Die Gewitter können sich auch in der Nacht zu Sonnabend fortsetzen- bei Tiefstwerten nur knapp unter der 20-Grad-Marke. 

Auch der Sonnabend zeigt sich wolkenverhangen. Der DWD rechnet mit weiteren Schauern und Gewittern in unserer Region. Im Tagesverlauf wird es aber zunehmend aufheitern. Hoffnungen darauf, dass die Niederschläge Abkühlung bringen, werden kaum erfüllt: Mit maximal 28 Grad und feuchter Luft wird der Sonnabend tropisch. In der Nacht zu Sonntag fallen aus wenigen Wolken kaum Niederschläge.

Wann kommt der Temperatursturz?

Sonntag dreht der Sommer wieder voll auf. Trotz einiger Wolken schießen die Temperaturen örtlich wieder über die 30-Grad-Marke. Auch die neue Woche startet heiß und trocken: Am Montag rechnet der DWD lediglich im westlichen Brandenburg mit einzelnen Schauern, sonst bleibt es trocken. 

Immer wieder haben die Wettermodelle Hitzeleidenden Hoffnung gemacht, dass ein durchgreifender Wetterwechsel in Sichtweite sei. Ist es nun endlich soweit? Der Ausblick auf die kommende Woche gibt dazu keinen Anlass: Ab Dienstag sind zwar erneut Schauer und Gewitter in unserer Region möglich - aber die Höchtwerte werden sich auch nur wenig unterhalb der 30-Grad-Marke einpendeln.

Und dann erwartet Wetterexperte Dominik Jung einen Schwall glutheißer Sahara-Luft, der ab Donnerstag nach Deutschland einströmt! Das bedeutet, dass die Höchstwerte im Südwesten Deutschlands voraussichtlich auf bis zu 37 Grad ansteigen werden - in unserer Region immerhin auf über 30 Grad. Es sieht allerdings so aus, dass diese Hitze bald wieder durch heftige Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen vertrieben werden könnte. Die führenden Wettermodelle prognostizieren inzwischen, dass die Werte sich dann auf spätsommerliche Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke. Schon mehrfach hatte sich ein solcher Temperatursturz angedeutet - wir werden sehen, ob er sich dann endlich vollzieht.