Die brennenden Autos in der Tiefgarage verbreiteten bis zu 1000 Grad Hitze und Rauch. Foto: Morris Pudwell

Die Bewohner des Feuerhauses Jahnstraße, Ecke Buschkrugallee werden voraussichtlich am 17.  August wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Das sagte der Sprecher des Bezirksamts Neukölln dem Berliner KURIER.

Lediglich eine Erdgeschoss-Wohnung könne noch nicht bezogen werden, weil sie derartig verraucht war, dass sie grundsaniert werden müsse. Die Bewohner könnten aber innerhalb des Hauses eine Wohnung bekommen.

In der Nacht zu Montag, den 13. Juli, hatten acht Autos und zwei Motorräder in der offenen Tiefgarage gebrannt. Am Donnerstag darauf hatte ein Statiker festgestellt, dass das Haus einsturzgefährdet sei: Die große Hitze hätte die Betonpfeiler beschädigt, auf denen das Haus ruht. Die rund 120 Bewohner mussten von jetzt auf gleich raus.

Die Tiefgarage ist zugemauert, das stützt das Haus. Im Vordergrund stehen abgedeckte Autowracks. Foto: Gerhard Lehrke

Sie wurden für eine Nacht im Hotel Estrel untergebracht, mussten aber nach einer Nacht wieder raus, was relativ chaotisch ablief, wie der KURIER berichtet hatte. Die meisten Bewohner sind inzwischen in Hostels untergebracht.

Inzwischen wurde die Tiefgarage zugemauert und damit die Standsicherheit wieder hergestellt. Die verrauchte Fassade ist aber noch nicht eingerüstet.

Die Fassade zum Hof ist verrußt, eine Wohnung muss saniert werden. Foto: Gerhard Lehrke

Laut Bezirksamt klappe die Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit den Bewohnern stehe man in Kontakt.

Die Polizei konnte am Freitag nach dem Feuer den mutmaßlichen, deutschen Brandstifter (32) fassen, er erhielt einen Haftbefehl. Der bereits wegen  Körperverletzung, Einbruchs, Sachbeschädigung und Rauschgiftdelikten polizeibekannte Mann soll kein politisches Motiv gehabt haben.