Udo Walz in seinem Salon am Kurfürstendamm. Der Star-Friseur starb im November. Foto: Imago/Future Image

Die Nachricht seines Todes war ein Schock, nicht nur für Berliner Promis – kein Wunder: Im Laufe seiner Karriere kümmerte sich Star-Friseur Udo Walz um die Haare vieler berühmter Persönlichkeiten. Nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel gehörte zu seinem Kundenstamm.  Doch Ende November starb Walz, nach dem er zwei Wochen zuvor nach einem Diabetes-Schock ins Koma gefallen war. „Udo ist friedlich eingeschlafen“, teilte sein Ehemann der Bild-Zeitung. Wie geht es aber mit seinen Salons weiter?

Wird es die Salons von Udo Walz auch nach seinem Tod geben?

Das verkündete Witwer Carsten Thamm-Walz (50) jetzt in einem Interview: Er wolle das Lebenswerk seines verstorbenen Mannes weiter fortführen. „Das ist ganz wichtig für mich“, sagt er. „Wir wollen Udos Namen weiterhin hochhalten.“ Das sei ganz klar. Zwei Salons in Berlin und der in Potsdam werden demnach am 1. März wieder öffnen, wenn der Betrieb nach der Corona-Pause wieder möglich ist.

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Besonders dramatisch: Aufgrund der Corona-Situation konnte sich Thamm-Walz von seinem Mann nur per Videotelefon verabschieden (KURIER berichtete). Wie es Thamm-Walz heute geht? „Wenn ich ganz offen bin: Irgendwie hab ich das immer noch alles nicht so richtig verdaut.“ Nach fast 30 Jahren könne man das auch nicht von heute auf morgen. „Er fehlt mir halt jeden Tag.“ Ihm fehle einfach alles. „Wenn ich nach Hause komme, sehe ich ihn immer noch in seinem Fernsehsessel sitzen.“ Einmal in der Woche gehe er an Walz' Grab und spreche mit ihm. Das helfe ihm auch, sich in der Corona-Zeit nicht ganz so allein zu fühlen. Es sei ein anonymes Grab auf dem Waldfriedhof Dahlem, nur Eingeweihte wüssten, wo es liege.

 Salon am Kudamm ist aufgrund der Corona-Krise geschlossen

Nur der große Walz-Salon am Kurfürstendamm ist geschlossen. Thamm-Walz hatte im Dezember zum Insolvenzantrag erklärt, das habe viele Gründe, er nannte dabei Schwierigkeiten mit der Miete und die Corona-Krise. Neun der dortigen 35 Mitarbeiter konnten demnach weiter beschäftigt werden. Was den Corona-Lockdown angeht, sagte Thamm-Walz, die Hilfe vom Staat sei noch nicht angekommen. „Nichtsdestotrotz haben wir den Mut nicht verloren und machen weiter. Unsere Kunden freuen sich, dass wir wieder aufmachen.“