Der zerschlagene Topf mit den silberne Groschen. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1539 und 1633. Foto: Annett Pratsch, UDB PM

Beim Aushub der Baugrube für ein Mehrfamilienhaus in der Potsdamer Straße in Teltow zerschlug die Baggerschaufel ein Gefäß und einige Münzen fielen in den Sand. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht zu ahnen, dass in dem Gefäß über 400 Münzen verborgen waren. Der mit einem Boden eines weiteren Gefäßes abgedeckte 15 cm hohe Topf ist typisch für das 16. und das 17. Jahrhundert. Das Grundstück grenzte in dieser Zeit mit der Längsseite an den Stadtwall.

Im Topf lagen ausschließlich silberne Groschen aus der Zeit zwischen 1539 und 1633, die jeweils bei etwa 20 mm Durchmesser etwas weniger als 2 g wiegen.

1633 kam die letzte Münze in den Topf. Und so kam er wahrscheinlich so tief in die Erde: 1634 plünderten Kaiserliche Truppen Teltow. Möglicherweise waren die Münzen im Vorfeld dieser Ereignisse versteckt worden. Der ehemalige Besitzer konnte sein Münzvermögen offenbar nicht mehr bergen, so dass es erst 380 Jahre später wieder ans Tageslicht kam.