Die Luca-App soll Bundesländer bei der Kontaktverfolgung unterstützen. Foto: Imago/Friedrich Stark

Auch im Land Berlin sollen die Gesundheitsämter Kontakte von Corona-Infizierten mit Hilfe der Luca-App verfolgen. Er habe entschieden, wie Mecklenburg-Vorpommern die App in eigener Verantwortung in Berlin zu organisieren, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Senatssitzung am Dienstag. „Mecklenburg-Vorpommern macht's, ich will es dann jetzt auch machen“, sagte Müller. Er wolle nicht mehr auf eine Verständigung auf Bundesebene warten.

In Mecklenburg-Vorpommern können Einrichtungen mit Publikumsverkehr seit Freitag die App nutzen, etwa Geschäfte, Gaststätten, Kulturbetriebe, Hotels und Behörden. Die Ämter können im Fall eines nachgewiesenen Corona-Falls auf die verschlüsselten Daten zur Kontaktverfolgung zurückgreifen.

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Kritiker warnen vor Datenschutz-Leck bei Luca-App

Luca sorgte in den vergangenen Wochen für Aufsehen, auch weil der Hip-Hop-Sänger Smudo für sie aktiv geworben hat. Seine Band „Die Fantastischen Vier“ ist an der „Luca-Initiative“ rund um die Berliner Entwicklerfirma Nexenio beteiligt.

Die App könne auch eine Öffnung der Außengastronomie ermöglichen, sagte Müller. Diese stand eigentlich für den 22. März im Stufenplan des Senats, wurde am Dienstag aber wegen hoher Corona-Infektionszahlen nicht beschlossen. Am Wochenende will der Senat wieder beraten.

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Am Luca-System sind drei Seiten beteiligt: Gast, Gastgeber und Gesundheitsämter. Für die Gäste ist es am bequemsten, sich die dazugehörige Luca-App auf ihrem Smartphone zu installieren. Man kann aber auch über das Web seine eigenen Kontaktdaten eintragen. Das Einchecken vor Ort läuft mit Hilfe der Smartphone-Kamera, die einen grafischen Code (QR-Code) einliest. Im Gegensatz zur App der Bundesregierung kann die Luca-App an die Gesundheitsämter angeschlossen werden. Das liegt am Datenschutz. Kritiker befürchten, dass die persönlichen Daten, die bei der Luca-App verarbeitet werden, nicht ausreichend geschützt sind.