Im Mai war ein Mann am James-Simon-Park niedergestochen worden. Pudwell

Gewaltexzesse mit Messern und Macheten! Nach den letzten Vorkommnissen am vergangenen Wochenende greift der Bezirk Mitte jetzt durch: Der Berliner James-Simon-Park gegenüber der Museumsinsel wird am Abend für Besucher geschlossen.

Der Bürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), twitterte am Mittwochabend: „Ab 20.00 Uhr ist der Aufenthalt im James-Simon-Park nicht mehr gestattet. Die in den S-Bahnbögen am Park ansässigen Gaststätten sind dringend gebeten worden, keinen Außerhausverkauf von Alkohol vorzunehmen.“ Ab spätestens Freitag werde das Bezirksamt in Abstimmung und in Zusammenarbeit mit der Polizei im James-Simon-Park ein Alkohol- und Musikverbot konsequent durchsetzen.

Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen

„Bezirksamt und Polizei hoffen, damit die Spirale von Gewalt in und aus dem Park zu durchbrechen und für die daran Interessierten unattraktiv zu machen“, erklärte von Dassel. „Der James-Simon-Park soll wieder das werden, was er lange war: ein toller Park für alle mit atemberaubender Kulisse.“

Hintergrund ist eine aus dem Ruder gelaufene Party am vergangenen Wochenende, bei der Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen wurden. In dem kleinen Park, der zeitweise mit rund 2500 Besuchern gefüllt war, wurden in der Nacht zum Sonntag 19 Polizisten verletzt.