Ein BVG-Bus in Berlin (Symbolbild) Foto: imago images/Stefan Zeitz

Nach einer beinahe tödlichen Messerstecherei in einem BVG-Bus in Berlin-Steglitz hat einer von zwei 19-Jährigen vor dem Landesgericht gestanden. Er erklärte nach Verlesung der Anklage, er habe die Auseinandersetzung begonnen und übernehme die Verantwortung. Bei dem Vorfall war im Oktober 2018 ein Jugendlicher durch Stiche in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt worden. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

Die Angeklagten sollen den Ermittlungen zufolge in einem Linienbus zwei ihnen nicht bekannte Jugendliche angegriffen haben. In Verlaufe des von ihnen provozierten Streits hätten sie die beiden anderen zunächst mit Fäusten geschlagen. Einer der Angreifer habe dann mit einem Messer zugestochen, so der Vorwurf. Die Angegriffenen sowie einer der Angeklagten sollen Stichverletzungen erlitten haben. Ein inzwischen 18-Jähriger musste notoperiert werden.

Täter stach mit Messer um sich

Der vor Gericht Geständige gab zu, ein Messer gezogen und um sich gestochen zu haben. Er und der Mitangeklagte seien nach einer Feier stark alkoholisiert gewesen. An die Tat könne er sich deshalb nur bruchstückhaft erinnern. Die anderen Jugendlichen hätten sich wohl zunächst über ihn, dem übel gewesen sei, lustig gemacht. Da habe er eine Schlägerei begonnen, so der 19-Jährige.

Bis heute könne er sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Der Mitangeklagte sagte, er habe nicht gewusst, dass sein Freund ein Messer hatte.