Ostpro-Chefin Ramona Oteiza, hier mit einem Präsentkorb, muss die Messe absagen. Verluste drohen. Sie hofft, dass im Mai die Besucher kommen können. Foto: Sabine Gudath

Berlin- Das Coronavirus greift nicht nur die Gesundheit an. Es droht, die Existenzen vieler Berliner Kleinunternehmer zu zerstören. Kämpfen muss auch Ramona Oteiza (61), Chefin der Ostpro, die die beliebte Messe nun absagen musste.

Für sie geht es jetzt um alles. Ende März sollte die Ostpro im SEZ stattfinden. Etwa 100 Aussteller wollten ihre beliebten Ostprodukte präsentieren. Doch Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Nicht nur in Berlin, auch in Erfurt mussten wir die Ostpro absagen“, sagt Oteiza. „Schon 25.000 Euro sind mir verloren gegangen.“ So viel kostete der Druck von Werbeplakaten, die nun die Messe-Chefin in den Städten nicht mehr aushängen lassen kann.

Schon jetzt 25.000 Euro Verlust

Und die Verluste  könnten steigen. „Denn die Einnahmen, die durch Standmiete oder Eintritte nun verloren gehen, kommen noch dazu“, sagt Oteiza. Allein für die dreitägige Oster-Ostpro im SEZ rechnete sie mit über 60.000 Besuchern.  „Wir sind finanziell am Limit, müssen sehen, wie wir über die Runden kommen“, sagt Oteiza. „Auch die kleinen Händler, die wegen des Messeausfalls ihre bestellte Ware nicht mal mehr auf den Wochenmärkten verkaufen können, weil auch diese wegen Corona nicht mehr stattfinden. Oder die Standbauer und Sicherheitsfirmen, die jetzt nicht zum Zuge kommen. Die Absage  trifft viele sehr hart, kann deren Ruin bedeuten.“