Nach einem Eklat mit dem Komiker Faisal Kawusi hat Kurt Krömer erstmal genug und schmeißt mit seiner Sendung „Chez Krömer“ nach sieben Staffeln hin (Archivbild).
Nach einem Eklat mit dem Komiker Faisal Kawusi hat Kurt Krömer erstmal genug und schmeißt mit seiner Sendung „Chez Krömer“ nach sieben Staffeln hin (Archivbild). rbb Presse

Die Wellen schlugen hoch. Nach dem Kurt Krömer in der jüngsten Aufzeichnung von „Chez Krömer“ das Gespräch mit Comedian Faisal Kawusi abbrach und die RBB-Show plötzlich kurz vor dem Schluss beendete. Zuvor waren die beiden heftig über die Frage der Geschmacklosigkeit von Witzen aneinandergeraten. Nun zieht Krömer endgültig einen Schlussstrich und hört mit „Chez Krömer“ auf, wie jetzt der RBB  mitteilte.

Der Abschied kommt nach sieben Staffeln und 41 Folgen von „Chez Krömer“. Ob dieser nun eine Konsequenz nach dem Eklat mit Faisal Kawusi sei, ließ der Sender offen.

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Faisal Kawusi und Kurt Krömer lieferten sich in der letzten Sendung einen Schlagabtausch.
Faisal Kawusi und Kurt Krömer lieferten sich in der letzten Sendung einen Schlagabtausch. RBB/Carolin Ubl

Laut der Mitteilung habe Krömer seinem „Heimatsender“ RBB für das jahrelange Vertrauen gedankt.  Mit zwei Grimme-Preisen, Millionen Fans im Internet und Anerkennung weit über die Grenzen von Berlin und Brandenburg hinaus sein „Chez Krömer“ eine Erfolgsgeschichte für den Rundfunk Berlin-Brandenburg gewesen.  Kurt Krömer habe mit Produzent Friedrich Küppersbusch und dessen Firma probono.tv die Idee eines Verhörs auf kleinstem Raum, in dem Promis wie Harald Glööckler, Jens Spahn, Gregor Gysi oder Helge Schneider interviewt wurden und sich unbequemen Fragen stellen mussten, zur großen Show werden lassen, so der Sender.

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Zu Krömers Gästen gehörte auch Gregor Gysi.
Zu Krömers Gästen gehörte auch Gregor Gysi. RBB/Daniel Porsdorf

Kurt Krömer macht Schluss: „Mein Bedarf an Arschlöchern ist gedeckt“

Kurt Krömer selbst sagte zu den Gründen, warum er nun mit diesem TV-Format Schluss mache: „Es ist für mich an der Zeit für neue künstlerische Abenteuer. Mir war klar, dass ,Chez Krömer‘ kein Format ist, das ewig laufen wird. Dass es am Ende dann doch 41 Folgen geworden sind, hat mich selbst überrascht. Mein Bedarf an Arschlöchern ist damit gedeckt.“

Vor allem die letzte Staffel hatte es in sich. In der traten unter anderem Ex-BILD-Chef Julian Reichelt in dem Verhörraum auf. Und zuletzt war da Faisal Kawusi. In dem Interview ging es unter anderem um einen Instagram-Kommentar Kawusis zum Thema K.O.-Tropfen, eine als rassistisch kritisierte Äußerung gegenüber der „Let's Dance“-Jurorin Motsi Mabuse und ein Tourplakat des Comedians, das an die tödliche Festnahme von George Floyd 2020 erinnerte.

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Als Krömer kurz vor Ende das Gespräch abbrach, erklärte er: „Heute ist der Tag, wo ich glaube (...), dass ich nach Hause gehe und mal gucke, ob ich das Konzept vielleicht noch mal überdenke.“ Dann stand er auf und ging. Die Folge läuft bereits in der ARD-Mediathek und wird am 6. Dezember im normalen RBB-Programm um 22.15 Uhr gezeigt. Sie ist damit die letzte Ausgabe.

Laut dem Sender sei die Beziehung zwischen dem RBB und Kurt Krömer geklärt und „sie sind und bleiben Freunde“. Der Berliner habe seit dem Start von „Chez Krömer“ im September 2019 „die RBB-Show aufgewühlt, unterhalten, polarisiert“.

Dafür gab es 2020 den ersten Grimme-Preis, 2022 erhielten Comedian Torsten Sträter und Kurt Krömer jeweils einen Grimme-Preis für ihr Gespräch bei „Chez Krömer“ über Depressionen. Welche Pläne nun Krömer verfolgt, ob er an einer neuen TV-Show für den Sender arbeitet, bleibt offen.