Gute Vorsorge verhindert Zahnweh schon im Kindesalter. Foto: imago images / Monkey Business

Berliner Eltern scheinen wieder mehr auf gesunde Zähne ihrer Kinder zu achten. Das geht aus Zahlen der AOK hervor. Danach bekamen 2019 rund 33.000 bei der Kasse versicherte Kinder bis zum 7. Lebensjahr eine ambulante Zahnbehandlung, das ist ein Fünftel mehr als 2016. Die Zahl der Füllungen von mit Karies befallenen Milchzähnen stieg im gleichen Zeitraum von 28.000 auf 34.000.  

„Es ist ein erfreuliches Signal, dass mehr Eltern mit ihren kleinen Kindern zur Vorsorge und zum Zahnarzt gehen. Besonders bei Milchzähnen sollte Karies früh erkannt und behandelt werden, um spätere Schäden am Gebiss auszuschließen,“ sagte Katja Kühler, Beratungszahnärztin der für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständigen AOK Nordost. Eltern hätten bei der Ernährung und bei der regelmäßigen Zahnpflege ihrer Kinder eine wichtige Vorbildfunktion und sollten diese Chance bei der Erziehung auch nutzen.

Das sei schon deshalb bedeutend, weil schon bei den Dreijährigen rund 14 Prozent unter Karies leiden, wie eine Studie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege zeigte. Die AOK und andere Kassen tragen deshalb Kosten für Früherkennungsuntersuchungen.