Polizisten führen einen verdächtigen Mann nach einer Razzia gegen kriminelle Mitglieder arabischer Großfamilien ab. Foto: dpa/Paul Zinken

In der Hauptstadt wurden im vergangenen Jahr genau 1013 Straftaten registriert, für die 291 kriminelle Mitglieder von Clanfamilien verantwortlich gemacht werden. Dazu zählten Straftaten im Straßenverkehr sowie Drogen-, Eigentums- und Gewaltdelikte, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Lagebild zur Clankriminalität der Berliner Innenverwaltung. Demnach sind 388 Personen dem Bereich der Clankriminalität zuzuordnen (Stand 31. Dezember 2020).

45 Prozent der kriminellen Clan-Mitglieder sind deutsche Staatsbürger

Berlin habe trotz der Pandemie nicht nachgelassen im Kampf gegen schwere Straftaten und öffentlichen Regelbruch, betonte Innensenator Andreas Geisel (SPD). Polizei und Justiz machten deutlich, dass die Stadt nicht den Clans gehört. „In Berlin gilt gleiches Recht für alle. Und das setzen wir entschlossen durch.“

Laut Mitteilung wurden im Vorjahr in Berlin bei 240 Polizeieinsätzen - davon 71 im Verbund mit anderen Behörden - 525 Objekte kontrolliert und 85 davon geschlossen. Es konnten unter anderem 40 500 Euro aus dem Drogen- und Zigarettenhandel, 91 Waffen und gefährliche Gegenstände, 78 Autos und zwei Motorräder beschlagnahmt werden.

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2018 hatte der rot-rot-grüne Senat einen Fünf-Punkte-Pan gegen Clankriminalität beschlossen und geht seitdem verstärkt gegen kriminelle Mitglieder zumeist arabischstämmiger Großfamilien vor. Berlin gilt bundesweit als ein Hotspot krimineller Aktivitäten von Clanmitgliedern.