Raver stehen auf einem Truck vor der Siegessäule anlässlich der Love Parade 2000. Jetzt kommt mit der „Rave The Planet Parade“ ein ähnliches Musikspektakel nach Berlin.
Raver stehen auf einem Truck vor der Siegessäule anlässlich der Love Parade 2000. Jetzt kommt mit der „Rave The Planet Parade“ ein ähnliches Musikspektakel nach Berlin. imago/Sven Lambert

Techno, Liebe, Neon-Farben: Für einen Tag sollen die unbeschwerten Seiten der 90er Jahre nach Berlin zurückkehren. Loveparade-Gründer Dr. Motte will am Samstag mit der „Rave The Planet Parade“ ein neues Musikspektakel nach Berlin bringen. Ab 14 Uhr rollt die Party durch die Hauptstadt. Was Sie jetzt wissen müssen, der KURIER verrät es.

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Wie viele Menschen werden bei der „Rave The Planet Parade“ erwartet?

Ein Millionenspektakel wie früher steht nicht an. Laut Polizei sind 25.000 Menschen angemeldet. Laut der Veranstalter könnten es aber auch mehr werden. Neben den Partygängern werden 150 Künstlerinnen und Künstler erwartet. Auch 18 Musikwagen („Floats“) sollen über die rund sieben Kilometer lange Route vorbei am Brandenburger Tor rollen.

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So voll wie zu guten alten Loveparade-Zeiten soll es bei der „Rave The Planet Parade“ nicht werden.
So voll wie zu guten alten Loveparade-Zeiten soll es bei der „Rave The Planet Parade“ nicht werden. imago images/Contrast/Behrend

Wo geht die „Rave The Planet Parade“ entlang?

Loveparade-Gründer Dr. Motte will das neues Musikspektakel auf die Straßen zwischen Kurfürstendamm und Siegessäule bringen. Start ist ab 14 Uhr am U-Bahnhof Uhlandstraße. Dann geht es über den Breitscheidplatz, Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, die Potsdamer Straße, das Schöneberger Ufer, den Potsdamer Platz bis hin zum Brandenburger Tor. Schon in den 90ern fand an der Siegessäule der Höhepunkt des Techno-Spektakels statt.

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Ist die „Rave The Planet Parade“ ein Nachfolger der Loveparade?

Eigentlich schon. Die Namensrechte der Loveparade, die im Gedränge von Duisburg vor zwölf Jahren katastrophal endete, gehören Dr. Motte zwar schon lange nicht mehr. Seine Idee und Vision ist aber immer noch die selbe. Ein späterer Nachfolger der mehr als 30 Jahre alten Loveparade ist schon länger im Gespräch. Wegen der Pandemie war er verschoben worden.

Nun soll die „Rave The Planet Parade“ endlich steigen. Sie soll zugleich die guten alten Zeiten beschwören und etwas Neues sein. Früher hieß es „Friede, Freude, Eierkuchen“. Jetzt hat Dr. Motte, der bürgerlich Matthias Roeingh heißt, ein Ziel: Die Menschen sollen unter dem Motto „Together again“ auf die Straßen gehen und den Geist der Loveparade weitertragen.

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Loveparade-Gründer Dr. Motte bringt Techno zurück nach Berlin – mit seiner „Rave The Planet Parade“.
Loveparade-Gründer Dr. Motte bringt Techno zurück nach Berlin – mit seiner „Rave The Planet Parade“. Annette Riedl/dpa

Wer macht bei der „Rave The Planet Parade“ mit?

Menschen aus aller Welt – egal ob jung, alt, nackt, angezogen, mit oder ohne Glitzer im Gesicht – tanzen dort. Schon in den 90er-Jahren waren es Bilder, die ein Jahrzehnt und eine Generation geprägt haben.

Worum geht es bei der „Rave The Planet Parade“ noch?

Zum alternativen Geist passt, dass dieses Mal 25 bedingungslose Grundeinkommen von 12.000 Euro im Jahr verlost werden sollen. Neben den alten Werten der Loveparade aus den 90ern wie Liebe, Frieden, Diversität und natürlich Musik gehören jetzt Nachhaltigkeit und Umweltschutz dazu. Deshalb ist eine Müllsammel-Aktion geplant. Müll soll generell vermieden werden. Zigarettenkippen auf den Boden werfen – ein Tabu. Und die Veranstalter ermahnen die Raver: Glitzer ist Plastik.

Die Parade versteht sich als eine politische Demonstration und hat einige Forderungen. Dazu gehört die Anerkennung und der Erhalt der elektronischen Tanzmusikkultur als kulturelle Leistung. Die Berliner Technokultur soll immaterielles Kulturerbe der Unesco werden.