Zurück in die Schule, nicht zurück zur Normalität: Manche sind nur einmal pro Woche dran. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Schulöffnung geht weiter. Ab dieser Woche sollen weitere Jahrgänge wieder am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen: Die Stufen 1 und 5 an den Grundschulen und Gemeinschaftsschulen, an die vergangene Woche auch die Sechstklässler zurückgekehrt sind – damit erhalten rund 78.000 Grundschüler potenziell ab dieser Woche wieder Unterricht.

Auch die siebten Klassenstufen an Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen sollen zurück in die Schule kommen – genau so wie Schüler, bei denen Schulen erhöhten Unterstützungsbedarf sehen, weil sie nicht mit
dem Fernunterricht zurechtkommen oder ihnen die technische Ausstattung fehlt. Bis zum 29. Mai solle es außerdem auch für alle anderen Jahrgänge ein „Präsenzangebot mit reduzierter Stundentafel“ geben, so die Senatsschulverwaltung.

Die Abschlussklassen des kommenden Schuljahrs gehen bereits seit vergangener  Woche wieder in die Schule, die 10. Klassen seit dem 27. April. Seit dem 20. April werden außerdem Abiturprüfungen geschrieben. Die neuen Vorgaben von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatten viele Schulleitungen vergangene Woche überrumpelt – die
entsprechende Benachrichtigung war erst am Mittwochabend eingegangen, weswegen viele Schulleitungen ihren Feiertag und das Wochenende opfern mussten, um Räume vorzubereiten und Pläne zu schreiben. Auch die Formulierung „ab dem 11. Mai“ sorgte bei Schulen und Eltern für Verwirrung – dass dies nicht bedeutet, dass am Montag alle der genannten Jahrgangsstufen wieder in der Schule erscheinen sollen, musste Scheeres noch mehrfach präzisieren lassen.

An den Schulen wird jetzt sehr unterschiedlich vorgegangen: Die „neuen“ Rückkehrer werden zum Teil erst
gegen Ende der Woche oder noch später an die Schule geholt. Viele Eltern berichten auch, noch gar keine Meldung erhalten zu haben, wann ihre Kinder wieder in die Schulen dürfen. Andere ärgern sich, weil die Termine zum Teil spärlich ausfallen. Ein Vater aus Kreuzberg berichtet dem KURIER, sein Erstklässler solle einmal die Woche für drei Stunden in die Schule kommen, bis zu den Sommerferien: „Das ist eigentlich keinerlei Verbesserung zu vorher.“