Wolfgang Albers (Linke) bei Rede im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: DAVIDS

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Wolfgang Albers (Linke), fürchtet für Berlin fehlende Logistik und mangelnde Kapazitäten für die neue Teststrategie von Bund und Ländern. „Der Bund hat sich da einen schlanken Fuß gemacht. Der hat die Verantwortung in die Kommunen und in die Länder gegeben und hat sich über die praktische Ausführung nicht weiter Gedanken gemacht“, sagte er am Freitagmorgen im RBB-Inforadio.

„Die Reduzierung auf die neun Teststellen, die wir bisher haben, werden nicht ausreichen. Und selbst wenn man es verdoppelt, ist es eine Zahl, die bei weitem nicht dem Bedarf entsprechen dürfte“, sagte er mit Blick auf die Hauptstadt.

Albers fordert Teststellen vor Läden und  Kosmetikstudios

Albers schlug Vor-Ort-Tests vor, die direkt dort stationiert sein sollten, wo die Menschen Zugänge wollten - also etwa vor Kosmetiksalons oder Geschäften. „Das ist, glaube ich, im Moment, solange wir keine bessere Lösung haben, der gangbarste Weg.“ Doch auch für diese Umsetzung brauche es mehr Zeit.

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Bund und Länder hatten sich am Mittwoch nach langen Gesprächen auf einen Öffnungsfahrplan geeinigt und wollen dafür allen Bürgern einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest zur Verfügung stellen. Diese sollen unter anderem in kommunalen Testzentren durchgeführt werden.