Ein Grundschüler beim Homelearning (Symbolbild). Foto: Imago Images/Jochen Tack

Eine Grundschule in Lichtenberg hat den digitalen Unterricht vorerst komplett eingestellt. Grund seinen Probleme mit dem Datenschutz auf digitalen Lernplattformen, berichtete die Direktorin gegenüber gegenüber „rbb|24“. Nach dem Lockdown im März habe die Schule wie viele Andere auch ein Medienkonzept erstellt. Allerdings stieß sie bei der Suche nach geeigneten Lernplattformen auf Probleme.

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Um Plattformen wie Microsoft-Teams im Unterricht verwenden zu können, habe sich die Schule die Einverständniserklärung der Eltern holen wollen. Ein Elternteil schaltete daraufhin die Datenschutzbeauftragte ein. Die Schule erhielt eine Rüge, wegen „datenschutzwidriger Nutzung der Software“, berichtete die Beauftragte dem rbb. Um die empfohlene Software Big Blue Button verwenden zu können, benötigt die Schule aber einen eigenen Server. Laut Schulleiterin wurde dieser im März bestellt, im Dezember soll er geliefert werden.

Bund und Länder streiten über Corona-Maßnahmen an Schulen

Ebenso warte die Schule auf Tablets und Handys, denn durch die Verwendung privater Endgeräte entständen weitere Sicherheitslücken. Ein Elternsprecher zeigte sich verärgert. Seit März habe „sich in der Politik niemand darum gekümmert, dass das ganze digitale Lernen datenschutzrechtlich auf sicheren Füßen steht“, sagte er dem rbb.

Am Mittwoch berieten Bund und Länder über die Verlängerung der Corona-Maßnahmen. Erneut wurde über die Lage in den Schulen debattiert. Die Kanzlerin wünscht sich auch dort strengere Regeln, stößt allerdings bei den Ländern auf Widerstand. Ab einer Inzidenz von 200 (bei 200 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner) sollen die Klassen geteilt werden und auf Hybridunterricht umgestellt werden.