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Fit, fitter, Köfer: Mit 97 das erste Ersatzteil - Warum sogar die Chirurgen baff sind

Daumen hoch! Herbert Köfer zeigt sich nach der OP recht fit. Neben ihm sein Hund Androklus.

Daumen hoch! Herbert Köfer zeigt sich nach der OP  recht fit. Neben ihm sein Hund Androklus.

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Facebook/Köfer

Berlin -

Da lacht er, fühlt sich fit, als wäre nichts gewesen. Dabei musste Herbert Köfer zur OP ins Krankenhaus. Der beliebte Volksschauspieler, der mit 97 Jahren weder eine künstliche Hüfte noch ein künstliches Kniegelenk im Körper hat, bekam nun sein erstes Kunststück eingesetzt. Eine Herzklappe in die Brust, die einwandfrei sitzt.

Wer Köfer kennt, weiß: Der TV- und Bühnen-Star („Rentner haben niemals Zeit“) ist trotz hohen Alters fit. Er geht sogar ins Fitness-Studio, trainiert eifrig am Hometrainer oder an der Kraftstation. Umso überraschter war man am Mittwoch, als Köfer sich auf Facebook bei den Schwestern und den Ärzten des Sana-Herzzentrums Cottbus bedankte. „Meine Herzklappe, von der ich bis vor kurzem gar nicht wusste, dass ich so etwas habe, musste ausgetauscht werden“, sagt er.

Die OP dauerte eine halbe Stunde

Da denkt jeder gleich an eine Riesen-OP am offenen Herzen. „Die gab es bei Herbert nicht“, erklärt Köfers Frau Heike. „Bei ihm wurde eine sogenannte minimal-invasive Operation durchgeführt. Da reichte ein kleiner Schnitt an der Leiste, um den Katheter einzuführen, mit dem die künstliche, zusammenfaltbare Herzklappe eingesetzt wurde.“

Etwa eine halbe Stunde dauerte die OP. „Herbert bekam noch nicht einmal eine Vollnarkose. Eine örtliche Betäubung reichte“, sagt Ehefrau Heike. Ihr Mann ergänzt: „Mir geht es sensationell gut, auch die Ärzte sind von meinem Gesundheitszustand begeistert.“ Nach fünf Tagen wurde der Schauspieler bereits aus der Klinik entlassen.

Jetzt geht es drei Wochen in die Reha

Köfer hatte im Vorfeld keine Herzbeschwerden verspürt. „Er machte TV-Interviews, war auf Lesungen. Nur das Spielen auf der Bühne schwer, er bekam nicht mehr richtig Luft“, sagt Heike Köfer. Der Star ließ sich daher gründlich von seinem Arzt im Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ untersuchen. Zumal Köfer im März eine Bronchitis hatte, Auftritte absagte. „Die Untersuchung ergab, dass die Herzklappe nicht richtig schließ, für die Atemprobleme verantwortlich war“, sagt Heike Köfer.

Um wieder völlig fit zu werden, muss ihr Mann nun für drei Wochen in eine Reha-Klinik. Schließlich will Herbert Köfer im September in Hamburg im Stück „Pension Schöller“ und danach in Potsdam in „Jedermann“ auftreten.