Ein Mercedes-Fahrer (40) krachte auf dem Berliner Ring gegen einen Brückenpfeiler.  Foto: BLP

Ein Mercedes steht mit dem Hinterrad auf einer Leitplanke, die Karosserie wurde von einem Brückenpfeiler in mehrere Teile gerissen. In diesem Blechknäuel starb gerade ein Raser. 

Es sind Bilder, die selbst die erfahrensten Einsatzkräfte nicht mehr loslassen. Zwei Horror-Unfälle haben in nur wenigen Stunden auf der Berliner Stadtautobahn zwei Todesopfer gefordert. Ein Mercedes-Fahrer war am späten Sonntagabend gegen 23 Uhr auf der A10 zwischen dem Dreieck Oranienburg und der Anschlussstelle Birkenwerder (Landkreis Oberhavel) in Fahrtrichtung Hamburg von der Fahrbahn abgekommen. „Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen und laut den Aussagen von Zeugen fuhr der 40-jährige Autofahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit“, sagt eine Polizeisprecherin.  

Ein Transporter war am Montagmorgen auf einen Lkw aufgefahren. Ein Rollstuhlfahrer, der in dem Transporter saß, kam dabei ums Leben.  Foto:  BLP

Der Raser habe dann aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. „Er prallte mehrfach gegen eine Betonleitplanke innerhalb einer Baustelle“, so die Sprecherin. Dabei wurde die Leitplanke zur Sprungschanze, woraufhin der Raser abhob und frontal gegen einen Brückenpfeiler krachte. Der Autofahrer hatte keine Chance. Er war sofort tot. Die Bergung des Wracks dauerte einige Stunden. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von mindestens 10.000 Euro.

Nur wenige Stunden später starb auf dem Berliner Ring ein Rollstuhlfahrer (56), der in einem Krankentransport chauffiert wurde. Die Fahrerin des Transporters war gegen 9.30 Uhr zwischen dem Dreieck Spreeau und der Ausfahrt Niederlehme auf einen LKW-Sattelzug aufgefahren. Der 56-Jährige erlitt bei dem Aufprall so schwere Verletzungen, dass er trotz Reanimation kurz darauf starb. Die Autofahrerin erlitt einen Schock. LEX