Attila Hildmann, Kochbuchautor, spricht bei einer Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen vor dem Olympiastadion.  Foto: dpa/Zentralbild

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat vor der Verharmlosung des Kochs Attila Hildmann gewarnt. „Was Attila Hildmann von sich gibt, ist schon länger nicht mehr ‚nur‘ wirres Zeug, sondern brandgefährlich. Diese faschistische Rhetorik stiftet entsprechende Taten an“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Der Staatsschutz der Berliner Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Verharmlosen des Holocausts. Teil der Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung sei auch eine mutmaßliche Bedrohung des Grünen-Politikers Volker Beck, bestätigte ein Polizeisprecher.

Todesdrohung gegen Volker Beck

Der frühere Bundestagsabgeordnete Beck schrieb, Strafanzeige und Strafantrag wegen Hildmanns Äußerungen auf einer Demonstration am Wochenende gestellt zu haben. „Das Inaussichtstellen der Todesstrafe für meine Person spricht mir meine Menschenwürde ab und degradiert mich zum bloßen Objekt, dem das Leben auf obendrein demütigende und bloßstellende Art genommen werden soll“, erklärte er.

„Das, was er sagt, ist Hass und Hetze in Reinkultur“, sagte der Vize der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag) über Hildmann. Eine „konsequente, effektive und harte Verfolgung“ sei rechtlich möglich.

Mehrer Ermittlungen gegen Hildmann

Hildmann erreicht etwa über einen Kanal beim Messenger-Dienst Telegram Tausende Menschen. Wegen seiner Kommentare im Internet seit Beginn der Corona-Beschränkungen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Verdachts der Volksverhetzung, wie ein Sprecher der Behörde am Montag sagte. Die Behörde ist zuständig, weil Hildmann in Brandenburg seinen Wohnsitz hat.

Seit mehreren Monaten tritt er in seinem Telegram-Kanal sowie mit Kundgebungen und Autokorsos in Berlin als Gegner der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung in Erscheinung.