Kommt im neuen Jahr der Wintereinbruch? Foto: imago stock&people

Dass Berlin ein heißes Pflaster ist, ist nichts neues – aber nun auch offiziell vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bestätigt. Nach den Werten des Dienstes war die Hauptstadt im Jahr 2020 das mit Abstand wärmste Bundesland. Die Experten in Offenbach errechneten eine Jahresmitteltemperatur von 11,4 Grad, das war deutlich mehr als das langjährige Mittel (9,1 Grad).

Die Durchschnittstemperatur deutschlandweit betrug 10,4 Grad, wie der DWD am Mittwoch mitteilte. Mit rund 492 Litern Regen je Quadratmeter sei die Hauptstadt (langjähriges Mittel: 573 l/m²) auch die trockenste Region gewesen. Für Meteorologen sind die Werte ein Alarmsignal. „Das sehr warme Jahr 2020 darf uns nicht kalt lassen. Die wissenschaftlichen Klimafakten des nationalen Wetterdienstes sind alarmierend. Klimaschutz ist das Gebot der Stunde. Wir müssen jetzt handeln“, erklärte Tobias Fuchs, Klima-Vorstand des DWD, mit Blick auf die deutschlandweiten Werte.

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Zumindest am Neujahrestag wird es aber trotz heißer Stadt deutlich kühler: Das neue Jahr 2021 startet in Berlin und Brandenburg voraussichtlich mit Schnee. Nach DWD-Angaben soll es viele Wolken und zeitweise Schnee oder Schneeregen geben. Nur in der Niederlausitz rechnen die Meteorologen mit Auflockerungen. Die Maximalwerte steigen auf ein bis vier Grad an. Auch für den Samstag erwarten die Wetterexperten viele Wolken - zwischen Prignitz und Uckermark könne es zudem sehr neblig werden. Die Sonne lässt sich nur in der Niederlausitz blicken. Mit Niederschlag sei bei Temperaturen zwischen null und drei Grad nicht zu rechnen.

Wie es dann weitergeht, steht in den Sternen – wie KURIER bereits berichtete, gehen verschiedene Langzeitprognosen von sehr unterschiedlichen Werten aus. Teilweise wird ein harter Wintereinbruch angekündigt, rund um den 10. Januar könnte es demnach Temperaturen von bis zu minus 13 Grad geben. Andere Experten gehen davon aus, dass der Januar und der Februar erstaunlich warme Wintermonate werden – und dass es sein könnte, dass man im Februar schon im T-Shirt nach draußen kann.