Wie nannte man die Münzen der DDR? Viele Ostdeutsche dürften sich daran erinnern. Foto: imago/Torsten Becker

Wissen Sie noch, was Aluchips sind – oder können Sie sich erinnern, was man unter „Bückware“ versteht? Der KURIER berichtete bereits über ein neues Buch des Duden-Verlages, das passend zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit auf den Markt kommt. „Mit der Schwalbe zur Datsche“ ist ein Wörterbuch der Ost-Sprache – voller Begriffe, die bei ehemaligen DDR-Bürgern Erinnerungen wecken. Kennen Sie die Wörter noch?

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Autorin Antje Baumann hat allerlei Begriffe gesammelt, vom „Antifaschistischen Schutzwall“ bis zum „Westpaket“. Einige der Wörter werden noch heute von vielen Eltern an die Kinder weitergegeben, sind sogar in den Sprachgebrauch übergegangen. Die deutsche Teilung sei aus Sicht der Sprachwissenschaft ein „ungewolltes 40 Jahre währendes großes Experiment“ gewesen, das es ermöglicht, „die verschiedenen Ausformungen derselben Sprache zu untersuchen“, schreibt Baumann im Vorwort des Buches.

Heißt: Welche Formulierungen und Begriffe prägten sich in unterschiedlichen Staatsformen, Arbeits- und Lebenswelten aus? Es verwundere nicht, dass diese Zeit auch in der Sprache Spuren hinterlassen habe, die selbst heute noch zu finden sind.

FKK-Strände: Nicht jeder DDR-Bürger badete nackt

Klassiker des DDR-Wortschatzes sind unter anderem der „Intershop“ (Läden, in denen es Westwaren gab) und die „Kaufhalle“ (die DDR-Entsprechung zum Supermarkt). Die „Datsche“ aus dem Titel des Buches ist eines von etlichen Wörtern, die aus dem Russischen in den DDR-Sprachgebrauch gelangten. Und die „Schwalbe“ ist nicht irgendein Moped, sondern ein viel verkauftes Zweirad aus dem Suhler Volkseigenen Betrieb (VEB) Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Simson.

Auch die „Jugendweihe“, „Poliklinik“ und „Eingaben“ sind im Buch zu finden, außerdem natürlich die „Freikörperkultur“. „Nicht jeder DDR-Bürger ging nackt baden, wie es das Klischee verlangt“, heißt es im Wörterbuch. „Aber tatsächlich breitete sich das Nacktbaden in der DDR trotz anfänglichen Widerstands der DDR-Regierung stark aus, während man andernorts – etwa in der Sowjetunion – dafür verhaftet werden konnte.“ Heute gebe es weniger FKK-Strände an der Ostsee, sodass der Begriff auch in Westdeutschland weit verbreitet sei.

Die Sammlung der DDR-Begriffe soll erweitert werden

Das Buch soll die Sammlung der Begriffe allerdings nicht beenden – im Internet kann jeder seine eigenen Ost-Begriffe einreichen, um die Datenbank zu erweitern. Denn nicht nur die materielle Kultur der DDR – wie sie in hiesigen DDR-Museen oder im Wendemuseum Los Angeles gesammelt wird – gehört zur historischen Überlieferung, die Wissenschaft und Forschung als Quelle dient. Auch die Sprache gehört dazu.“ Während viele Wörter überall verwendet wurden, gibt es auch regionale Begriffe - und solche, die ihren Ursprung in der Bürokratie hatten, die aber kaum genutzt wurden.

Der KURIER hat ein kleines Quiz vorbereitet – kennen Sie diese Wörter? Klicken Sie sich durch: