Noch einmal die Winteridylle anschauen: Schon morgen ist es vorbei mit der Eis- und Schneelandschaft, die hier Ausflügler auf den Müggelsee zieht. Foto: dpa/Jens Kalaene

Ein extremer Wetterwechsel bestimmt die neue Woche. In der Nacht zu Montag herrschte in unserer Region noch einmal klirrende Polarkälte mit Extremtemperaturen von bis zu minus 20 Grad. Bis zum kommenden Wochenende werden die Höchsttemperaturen auf frühlingshafte Werte ansteigen. Mit bis zu 15 Grad rechnet Diplom-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net) in Berlin und Brandenburg. In Westdeutschland könnte demnach sogar die 20-Grad-Marke geknackt werden – ein Temperatursprung also von bis zu 40 Grad innerhalb weniger Tage!

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Ausgelöst wird dieser Wetterumschwung durch Warmluft aus dem Westen, die uns aus dem Griff der klirrend-kalten Polarluft befreit. „Eine verrückte Wetterlage“, so Wetterexperte Jung, der hier durchaus einen Zusammenhang mit der globalen Erwärmung sieht: „In Zeiten des Klimawandels nehmen die Wetterextreme bekanntlich zu.“

Extrem wird sich vor allem der Wechsel von Eiseskälte zu Frühlingswärme abspielen, so die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Heute wird es bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt in Berlin und Brandenburg noch einmal ordentlich schneien, beginnend am Nachmittag im Nordwesten. Abends erreichen die Schneefälle auch den Berliner Raum. In der Nacht gehen die Niederschläge vermehrt in Schneeregen und Regen über, während die Temperaturen wieder unter die Frostgrenze sacken. Dabei droht es gefährlich glatt auf den Straßen zu werden.

Winter kann auch noch im März zurückschlagen

Auch am Dienstagmorgen können die Straßen noch einmal überfrieren. Denn im Osten fällt noch etwas Schneeregen oder Regen, im Rest der Region leichter Regen oder Sprühregen. Doch schon ab Vormittag ist es endgültig vorbei mit Winterwunderland: Die Werte steigen bis auf sechs Grad an und werden in den kommenden Tagen auch nicht mehr in den Frostbereich sacken. Am Mittwoch sind bereits acht Grad drin und spätestens am Wochenende werden Höchstwerte zweistellig ausfallen. Mit Niederschlägen ist dann auch kaum zu rechnen, die Zeichen stehen ganz auf einem sonnigen, milden Wochenausklang. 

Hat der Winter also bereits im Februar ausgespielt? Wetterexperte Jung traut dem Braten nicht so ganz. „Eines dürfte klar sein: Nach so einem krassen Temperaturanstieg kann auch immer wieder ein großer Fall kommen.“ Bis weit in den März hinein, so Jung, sei immer noch mit Kaltlufteinbrüchen zu rechnen. Der Diplom-Meteorologe nennt das Stichwort Märzwinter: „Wir sollten uns keinesfalls in Sicherheit wiegen, dass der Winter nun vorbei ist. Er zieht sich nun erst mal zurück, kann aber immer noch mal zuschlagen“, so Jung.