Franziska Giffey bei der Eröffnung des neuen Ankunftszentrums für Flüchtlinge in Tegel. AP/Steffi Loos

Für die Aufnahme, Betreuung und Verteilung von Flüchtlingen aus der Ukraine hat das Land Berlin nach vorläufigen Zahlen rund 26 Millionen Euro ausgegeben. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nannte diese Summe am Sonntag im neu eröffneten Ankunftszentrum für Geflüchtete am ehemaligen Flughafen Tegel. „Das ist noch nicht alles“, sagte sie zu den Ausgaben. Sozialleistungen für die geflüchteten Menschen seien in den 26 Millionen Euro noch nicht eingerechnet.

Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Tegel eröffnete am Wochenende

Giffey forderte erneut, dass der Bund einen Teil der Kosten tragen müsse. Bis zum 7. April - der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz - müsse es eine Vereinbarung über die Finanzierung geben. Das Ankunftszentrum für Kriegsflüchtlinge nahm am Sonntag am stillgelegten Flughafen Tegel regulär den Betrieb auf. Dort sollen täglich bis zu 10 000 Geflüchtete versorgt, registriert und weitergeleitet werden. Eine solche Registrierstelle sei in dieser Form und Größenordnung ziemlich einzigartig, sagte Giffey auf dem früheren Flughafen-Gelände.

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Im Ankunftszentrum TXL - so lautete auch die Abkürzung für den Flughafen Tegel - erfolgt an 120 Schaltern die Registrierung. Für die Betreuung und Begleitung der Geflüchteten stellen Hilfsorganisationen laut Sozialverwaltung rund 200 Kräfte bereit. Auch Soldaten der Bundeswehr sind seit einigen Tagen im Einsatz.

Diese Unterstützung ist laut Senat bis zum 31. März bewilligt. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten hofft indes, dass die Hilfe der Bundeswehr doch noch verlängert wird. Von Montag an sollen zudem Beschäftigte der Landesverwaltung in dem Ankunftszentrum mithelfen, wie Giffey ankündigte.

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Am Sonntag wurde das Ankunftszentrum für Flüchtlinge am Flughafen Tegel eröffnet. Benjamin Pritzkuleit

Die Regierungschefin sprach auch von einem gewissen Nachsteuerungsbedarf: So müsse etwa die Weiterverteilung der Flüchtlinge mit Reisebussen noch besser zu den gemeldeten freien Unterkünften passen. „Aber man muss sagen, auch wenn natürlich immer noch sich Dinge ruckeln und wir auch immer noch im Findungsprozess hier sind, es ist schon sehr, sehr viel gelungen, und der Probelauf ist gut durchgegangen“, sagte Giffey. Sie hatte zuletzt immer wieder betont, dass die Hauptstadt die Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge nicht alleine stemmen könne.

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Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) erläuterte, dass 30 bis 40 Prozent der Ankommenden Kinder seien. Sie sprach vom „Anfang einer Mammutaufgabe“. Die nächste große Aufgabe sei die Integration sowie der Zugang zu Schulen, Kitas und zum Arbeitsmarkt. Giffey sagte, sie wünsche sich, dass es am Ankunftszentrum für Flüchtlinge künftig auch eine Arbeitsberatung geben werde.