Die Shows von Rammstein sind bekannt für zahlreiche Spezialeffekte.
Die Shows von Rammstein sind bekannt für zahlreiche Spezialeffekte. Rammstein/Erik Weiss

Sie tourten im Sommer durch Europa und Amerika, kündigten für 2023 die Fortsetzung ihrer Stadion-Tour an – und die meisten Termine sind schon jetzt ausverkauft! Die Berliner Rocker von Rammstein sind Kult, der erfolgreichste deutsche Musik-Export, ein echtes Phänomen. Und das liegt auch an den gigantischen Shows, die die Band um Till Lindemann buchstäblich abfackelt. Flammenwerfer und Pyrotechnik gehören dazu, wenn Rammstein auf die Bühne kommt. Aber: Wie lebt es sich als Pyrotechniker mit der Band?

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Das erzählte einer der Pyrotechniker der „Kreis-Zeitung“: Christoph von Fintel war im Sommer mit den Rockern von Rammstein auf Tournee, sorgte als einer von mehreren Feuerwerks-Experten für den reibungslosen Ablauf der Shows. Zur Crew, die aus 150 Mitarbeitern besteht, gehören laut Fintel 13 Pyrotechniker.

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Flammenwerfer und Pyrotechnik: Die Shows von Rammstein sind krass

Seine Aufgabe: Christoph von Fintel ist laut dem Blatt für tragbare Spezialeffekte zuständig. Etwa für den großen Kinderwagen, der beim Song „Puppe“ auf die Bühne geschoben wird und aus dem erst Flammen und später Konfetti schießen. Oder für die Flammenwerfer, mit dem Till Lindemann beim Rammstein-Klassiker „Mein Teil“ den Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz in einem Kessel brutzelt. Nach den Shows muss dann alles ordnungsgemäß nachgefüllt werden, außerdem muss ständig Nachschub für die Effekte her. In Zeiten von Materialknappheit werde das immer schwieriger – so seien einige Produkte im Preis angestiegen.

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Gitarrist Richard Kruspe beim Konzert von Rammstein im belgischen Ostende.
Gitarrist Richard Kruspe beim Konzert von Rammstein im belgischen Ostende. Rammstein/Jens Koch

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Die Tour selbst sei natürlich stressig – sie führte durch unzählige Städte und Länder. „Andere Bands teilen das in mehrere Abschnitte ein, machen zwischendurch ein paar Wochen Pause“, sagt von Fintel. Gerade vier Tage sei der zweifache Familienvater zwischendurch zu Hause gewesen. Und wie läuft das auf der Tour – gibt es Partys, durchzechte Nächte, reichlich Alkohol? Dafür sei der 12-Stunden-Job viel zu anstrengend. Pyrotechniker seien morgens oft die ersten und abends die letzten.

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Stattdessen versuche er, sehr sauf sich zu achten, gehe ins Fitnessstudio und versuche, den Kindern in der Heimat jeden Tag „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ zu sagen. Als Pyrotechniker sei er nicht nur mit Rammstein unterwegs – doch seine Familie akzeptiere seinen Traumjob.

Till Lindemann brutzelt den Kessel mit Christian Flake Lorenz mit einem Flammenwerfer.
Till Lindemann brutzelt den Kessel mit Christian Flake Lorenz mit einem Flammenwerfer. dpa/Malte Krudewig

Darüber sprechen ist aber schwieriger: So muss auf Tour das Band-Logo auf den Bussen abgeklebt werden. „Man selbst darf niemandem verraten, in welchem Hotel man absteigt oder irgendwas tragen, was den Job verrät – sonst wirst du umlagert.“

2023 gehen die Rocker von Rammstein wieder auf Tour

Während der Pandemie hätten sich viele Pyrotechniker übrigens einen Job auf dem Bau gesucht, doch als das Tour-Leben danach fortgesetzt wurde, war Christoph von Fintel sofort zur Stelle. Sofort habe er es wieder gespürt, „das Adrenalin, wenn du von der Bühne blickst und siehst in glückliche Gesichter oder spürst, wie die hüpfende Menge von 60 000 Fans die massive Bühne zum Schaukeln bringt“, sagt er.

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Das gibt es für die Fans erst wieder im kommenden Jahr: 2023 gehen die Rocker von Rammstein erneut mit ihrer riesigen Stadion-Tour auf Tournee. Nachdem zwischenzeitlich das neue Album „Zeit“ erschien und einige Songs davon bereits in das Programm der Show integriert wurden, können die Fans der Band nun noch auf die Hits „Dicke Titten“ und „Angst“ hoffen.