Polizisten heben in der Hasenheide eine Musikanlage hoch, umgeben von Flaschen und anderem Müll. Foto: Morris Pudwell

Im Volkspark Hasenheide in Neukölln haben auch in der Nacht zu Sonntag wieder Hunderte Menschen Party gemacht – trotz Corona. Anwohner hatten wegen des Lärms die Notrufnummer 110 gewählt.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot unter anderem einer Einsatzhundertschaft an, um die Feiern zu beenden. Die Beamten wurden während des Einsatzes mit Flaschen beworfen. Auch ein Polizeiauto wurde ins Visier genommen, wie die Polizei am Sonntag bestätigte.

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Sie spricht offiziell von 500 feiernden Personen, Beobachter gehen aber von einer drei Mal so großen Menschenmenge aus, die sich über den Park verteilten.

Beschlagnahmte Lautsprecherboxen werden von der Polizei abtransportiert. Foto: Morris Pudwell

„Es ging hauptsächlich um Lärmbelästigung, aber auch um Verstöße gegen die Corona-Regeln“, sagte ein Sprecher des Polizeilichen Lagedienstes zum Einsatz in der Hasenheide. Mehrere teure Musikanlagen wurden beschlagnahmt.

Das nahm einige Zeit in Anspruch: Kaum war eine Menschenmenge verdrängt, ging der Krach an einer anderen Stelle im Park weiter. Beobachter sahen Leute, die mit den Lautsprechern auf dem Rücken herumwanderten.

Der Einsatz dauerte bis ungefähr 23 Uhr. Auch am frühen Sonntagmorgen sei es in dem Park zu erneuten einzelnen Verstößen gekommen, hieß es.

Auch in der Nacht zu Samstag war in der Hasenheide, in der jede Menge Müll zurückgelassen wurde, „gefeiert“ worden. Es kam zu einer Festnahme.

Auch wenn das Wetter schön wird und die Corona-Zahlen in Berlin deutlich zurückgehen, sind große Partys im Freien nicht erlaubt.