Kokain (Symbolfoto) Foto: imago stock&people

Polizei und Zoll ist in Berlin ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Ermittler des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg und des Landeskriminalamtes Berlin haben am 3. Dezember ein florierendes Drogen-Vertriebsnetz in der Hauptstadt stillgelegt. Die Bande hatte für den Verkauf sogenannte Koks-Taxis benutzt.

Wie die Berliner Polizei am Montag mitteilte, führte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) seit Ende 2019 umfangreiche Ermittlungen gegen eine siebenköpfige Bande wegen des Verdachts des Handels mit Kokain im Kilogrammbereich. Die Ermittler konnten konnten dabei die Arbeitsweise und -aufteilung der Bande aufdecken. Die fünf männlichen und zwei weiblichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 35 und 45 Jahren sollen nach Angaben der Berliner Staatanwaltschaft in regelmäßigen Abständen Kokain beschafft und es mit einem eigenen Kurierdienst im gesamten Berliner Stadtgebiet verteilt haben. Über 1200 Auslieferungen konnten der Bande zugeordnet werden, hieß es.

Bei den 15 Durchsuchungen entdeckte eine Großaufgebot der Polizei und des Zolls in einem als Drogenbunker dienendes Auto über 400 für den Verkauf portionierte Einheiten mit Kokain. Bei dem stadtweiten Einsatz konnten laut Polizei insgesamt 1,5 Kilo Kokain mit sehr hohem Reinheitsgehalt sichergestellt werden. Die Ermittler gehen von einem erwirtschafteten Jahreserlös in Millionenhöhe aus. Der 40-jährige mutmaßliche Drahtzieher sowie drei seiner Komplizen wurden vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen alle vier Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift wurde 1978 zwischen dem Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg und dem Landeskriminalamt Berlin eingerichtet. Die speziell ausgebildeten Beamten bekämpfen gezielt den organisierten internationalen Drogenhandel und ermitteln im Bereich der Bandenkriminalität in Berlin.