Beim SPD-Sommerfest kam es zu K.o.-Tropfen-Attacken. Acht Frauen betroffen, Täter noch unbekannt.
Beim SPD-Sommerfest kam es zu K.o.-Tropfen-Attacken. Acht Frauen betroffen, Täter noch unbekannt. Imago/Contini

Schockierender Vorfall beim Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion: Mehrere Frauen sind Opfer einer Attacke mit sogenannten K.o.-Tropfen geworden. Abgeordnete sollen nicht betroffen sein.

Lesen Sie auch: Warum reagiert die Justiz nicht? Schon 800 Verfahren gegen Autobahnblockierer – doch jeden Morgen sitzen die gleichen Leute auf der Straße>>

„Dies ist ein ungeheuerlicher Vorgang, der unsererseits sofort bei der Bundestagspolizei gemeldet wurde“, heißt es in einem Schreiben von SPD-Fraktionsgeschäftsführer Mathias Martin an die Bundestagsabgeordneten und deren Mitarbeiter, aus dem der „Tagesspiegel“ am Freitag zitierte. „Wir empfehlen möglichen weiteren Betroffenen, dies unverzüglich bei der Polizei zur Anzeige zu bringen“, hieß es darin.

Lesen sie auch: Schüsse fallen auf Party in Marzahn: SEK-Einsatz, Festnahmen! >>

In einem parteiinternen Chat ist von acht Betroffenen die Rede

Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Katja Mast, erklärte: „Wir sind alle entsetzt und werden alles in unserer Macht stehende tun, um diesen unglaublichen Vorgang aufzuklären.“ Sie riet die Betroffenen ebenfalls, Anzeigen zu erstatten. Die Fraktionsführung sei für die Betroffenen jederzeit ansprechbar.

Der „Tagesspiegel“ zitierte auch aus einem parteiinternen Chat, in dem von acht Betroffenen die Rede war. Ein Fall sei durch einen Test bestätigt und Anzeige gegen Unbekannt gestellt worden. Weitere Details gab es zunächst nicht.

Lesen Sie auch: Polizei in Bayern setzt auf neue Big-Brother-Software. Die US-Firma dahinter wurde von der CIA finanziert>>

Das Sommerfest fand am Mittwoch am Kanzleramt in Berlin statt, neben SPD-Abgeordneten und Mitarbeitern im Bundestag und den Wahlkreisen nahm auch Bundeskanzler Olaf Scholz daran teil. Insgesamt waren rund 1000 Gäste bei dem Hoffest – wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger als in der Vergangenheit üblich.