Es muss nicht immer eine weite Reise sein, auch in der Nähe lassen sich schöne Abenteuer erleben. Foto: imago images

Risikogebiete, Beherbergungsverbote, Maskenpflicht – die aktuellen Entwicklungen rund um die gestiegenen Zahlen bei Corona-Infektionen stellen viele Familien vor Herausforderungen. Denn die Herbstferien stehen vor der Tür. Geplante Reisen müssen storniert werden. Hier kommen zehn Tipps für kleine Mini-Abenteuer, die Daheimgebliebene trotz Corona in Berlin erleben können.

Beim Geocaching suchen die Spieler per GPS-Gerät oder Handy nach verborgenen Schätzen. Foto: dpa

Jagd nach verborgenen Schätzen. Die Schnitzeljagd „Geocaching“ mit dem GPS-Gerät ist seit Jahren ein Trend. Das Prinzip: Jemand versteckt einen kleinen Behälter mit einem „Logbuch“ und veröffentlicht die Koordinaten im Internet. Andere können danach suchen und sich, wie beim Bergsteigen im Gipfelbuch, verewigen. Es genügt eine Handy-App (z.B. vom größten Anbieter Groundspeak, www.geocaching.com). 

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Ein Besuch im Tierpark. Der Tierpark in Friedrichsfelde hat viele Fans – zu Recht: Die riesige Parkanlage beherbergt unzählige Tierarten. Bei einer Fläche von 160 Hektar können sich die Besucher prima aus dem Weg gehen. Achtung: Zu Corona-Zeiten sollten die Tickets online gebucht werden. Geöffnet ist der Park von 9 bis 18.30 Uhr. 

In Escape Rooms gilt es, Rätsel zu lösen, Schlüssel zu finden und Schlösser zu knacken. Foto: imago images

Flucht aus dem Alltag. Ein Freizeit-Trend, der seit Jahren boomt, sind die „Escape Rooms“, die auch in Berlin inzwischen in nahezu jedem Bezirk angeboten werden. Wer gern knobelt, kann sich hier in mit Rätseln gespickten Räumen einsperren lassen. Das Ziel: Entkommen! Die angebotenen Szenarien reichen vom Gefängnisausbruch (z.B. bei „Final Escape“ in der Prenzlauer Allee) über die Flucht von Ost- nach West-Berlin (z.B. bei „The Room“ in der Ruschestraße). Der Vorteil: Die Räume werden im Team gespielt, Kontakt zu fremden Menschen ist weitgehend ausgeschlossen. 

Auch das Pflücken von Äpfeln kann eine schöne Beschäftigung für die Herbstferien sein. Foto: imago stock&people

Äpfel pflücken mit der Familie. Jetzt, im Herbst, zieht es auch viele Berliner auf die Apfelbaum-Plantagen am Stadtrand. Gut geht das auf dem Obstgut Müller in Altlandsberg. Die Apfelpflücke ist derzeit von Mo. bis Sa. von 8 bis 17 Uhr und am So. von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Bei Neumanns Erntegarten und Hofladen (Mi. bis So., 10 bis 18 Uhr) in Potsdam gibt es Äpfel, Birnen und Pflaumen.

Wandern durch den Herbst-Wald. Immer mehr Menschen gehen auf Wanderschaft – der Sport wird seit ein paar Jahren beliebter. In Bad Freienwalde kann sich etwa jeder das „Turm-Diplom“ erwandern. Die Route führt an vier Aussichtstürmen vorbei. Eine in der Tourist-Info (Uchtenhagenstraße 3) erhältliche Stempelkarte wird dort abgestempelt, am Ende gibt’s eine Urkunde. Die Türme sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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Outdoor-Spiele sind ein Trend. Warum nicht eine Wanderung im Wald mit Outdoor-Spielen verbinden? Das Spiel „Boccia“ kennt beispielsweise jeder. Eine kleine Kugel wird geworfen – sie markiert das Ziel. Die Mitspieler müssen dann mit größeren, bunten Kugeln werfen und versuchen, so nah wie möglich an die Ziel-Kugel zu kommen. Das Spiel macht schon auf dem asphaltierten Platz Spaß – aber noch viel mehr auf wurzeligem Waldboden. Beim „Crossgolf“ muss ein vorher festgelegtes Ziel (z.B. ein Baumstumpf) mit möglichst wenig Schlägen getroffen werden.

Im Modellpark Berlin-Brandenburg sind Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgebildet. Foto: dpa

Miniaturen gucken im Modellpark. Mitten in der Wuhlheide liegt ein unterschätztes Kleinod: Der Modellpark Berlin-Brandenburg. In Miniatur sind Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgestellt. Das weitläufige Gelände schafft genug Platz für Abstand. Geöffnet ist der Park von 10 bis 17 Uhr, das Ticket (kann unter www.modellparkberlin.de gebucht werden) kostet 2,50 Euro.

Besuch bei den sprechenden Statuen. Berlins Statuen können sprechen – zumindest einige von ihnen. Für das Projekt „Talking Statues“ wurden vor fünf Jahren verschiedene Denkmäler mit QR-Codes ausgestattet. Wer diese mit dem Handy einscannt, bekommt einen Anruf. Am anderen Ende ist die Statue – und erzählt die eigene Geschichte. Standorte im Netz unter www.talking-statues-berlin.de.

Klettergärten sind etwas für Abenteurer ohne Höhenangst. Foto: dpa

Klettern in luftiger Höhe. Hoch hinaus geht es für kleine und große Abenteurer in verschiedenen Kletterparks. Gesichert an Seilen und mit Hüftgurten können Mutige die unterschiedlichsten Hindernisse erklimmen. Möglich ist das unter anderem im Waldhochseilgarten in der Jungfernheide (Infos: waldhochseilgarten-jungfernheide.de, Online-Reservierung nötig!) oder im Kletterwald in der Wuhlheide (www.kletterwald-wuhlheide.de, Online-Reservierung nötig!).

Schippern über die Spree. Am Wasser ist es schön – und Flüsse und Seen bieten einen großen Vorteil: Es dürfte schwer werden, anderen zu nah zu kommen. Motorisiert kann jeder – aber viele Verleiher bieten auch Tretboote zum Mieten an. Wer damit über das Wasser schippert, bekommt gleich noch etwas Bewegung. Solche Kähne gibt es unter anderem bei „Spreeboote“ (Zur Alten Flussbadeanstalt 5, Rummelsburg, ab 13 Euro/Stunde, Infos: www.spreeboote.de).