Klaus Lederer (Die Linke), Berliner Senator für Kultur und Europa.
Klaus Lederer (Die Linke), Berliner Senator für Kultur und Europa. Fabian Sommer/dpa

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat Formen des Protests der Initiative „Letzte Generation“ kritisiert. „Das Anliegen der Klimaaktivisten ist legitim und von entscheidender Wichtigkeit“, sagte er der „Berliner Zeitung“. Protest könne und solle auch störende Formen annehmen.

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Er glaube aber nicht, dass die gegenwärtig von der Gruppe gewählten Formen gut geeignet seien, denn sie produzierten vor allem Unverständnis und Ärger, sagte der Linken-Politiker. Nötig seien Verständnis und Zusammenarbeit, um Mehrheiten für das berechtigte Anliegen des Klimaschutzes zu gewinnen.

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Autofreies Berlin braucht viel Fantasie 

Vor dem Hintergrund der Debatte über Klimaneutralität für Berlin erklärte Lederer, eine völlig autofreie Stadt von der Größe Berlins scheine eine „entfernter in der Zukunft liegende Vision zu sein“, für die eine „gehörige Portion Fantasie“ erforderlich sei. Dafür müsse Mobilität ganz anders gedacht werden. Dieser Prozess befinde sich noch in der Anfangsphase. Lederer wies darauf hin, dass auch die Initiative „Berlin autofrei“ nur eine Einschränkung des Verkehrs mit Ausnahmen fordere.

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Der Berliner Kultursenator beklagte, dass die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens „an so mancher Stelle zu scheitern droht“ Vor diesem Hintergrund forderte er, die darin festgehaltenen Verpflichtungen einzuhalten. Das hänge maßgeblich von einem baldigen Kohleausstieg ab.