Pakete liegen im DHL-Paketzentrum auf einem Transportband Foto: dpa

Eine Mitarbeiterin eines Postverteilzentrums in der Prignitz soll über Jahre hinweg Waren gestohlen und zusammen mit der Schwiegertochter bundesweit weiterverkauft haben. Betroffen war seit 2018 das Verteilzentrum Pritzwalk (Prignitzkreis), die Verdächtigen kommen aus Pritzwalk und dem mecklenburgischen Ludwigslust, wie ein Polizeisprecher am Freitag erklärte. Bei Durchsuchungen an den Wohnorten sei umfangreiches und teils noch original verpacktes Diebesgut gefunden worden: Vor allem Smartphones, Spielekonsolen und Spiele, etliche elektronische Geräte, Bekleidung, Kosmetika und auch Küchengeräte.

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Die Polizei ermittle seit 2018 gegen die 56-jährige Verdächtige und ihre 35-jährige mutmaßliche Komplizin aus Mecklenburg. Die Beute sei via Internet unter anderem an Käufer in Thüringen, Hessen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern verkauft worden. Zum Gesamtschaden können noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen seien zeitintensiv und müssten mit Hilfe vieler Polizeidienststellen in den betroffenen Bundesländern geführt werden.

Von dem Verteilzentrum unweit der Grenze zu Mecklenburg, in dem etwa 40 Beschäftigte arbeiten, werden im Monat rund 250 000 Pakete und Briefe zugestellt.