Enten sitzen am Rand des Bachs, der aus dem Klärwerk Waßmannsdorf fließt. Sein Wasser war verseucht, weil das Werk nicht mehr richtig arbeitete. Foto: Markus Wächter/BK

Die Wasserbetriebe arbeiten weiter daran, die biologische Reinigung des Abwassers im Klärwerk Waßmannsdorf wieder voll in Gang zu bekommen. Sie war - wie berichtet - schwer beeinträchtigt worden, nachdem mit Cyaniden verseuchtes Löschwasser die Tätigkeit von Bakterien in den sogenannten Belebungsbecken gelähmt hatte. Es stammte aus Marienfelde, wo in der Nacht zu Freitag ein Großbrand in einem Galvanik-Betrieb gewütet hatte.

In der Folge gab es ein Fischsterben in den offenen Ableitern des Klärwerks und die Warnung, dass Hunde daraus nicht trinken sollten.

Die Zersetzung von Stickstoffverbindungen funktioniert im Klärwerk nach wie vor nur eingeschränkt, Phosphor- und Kohlenstoffverbindungen dagegen würden abgebaut. Deshalb wird weiter mit gesunden Mikroorganismen gesättigter Klärschlamm nach Waßmannsdorf geschafft - zunächst kam er aus dem Klärwerk Ruhleben, jetzt aus Stahnsdorf. Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe: „Wir haben außerdem die Abwasserzufuhr nach Waßmannsdorf in etwa halbiert.“ Abwasserströme seien weitgehend in die übrigen fünf Klärwerke umgeleitet worden. 

Ob mit dem Löschwasser auch Schwermetalle durch das Klärwerk und seine beiden Ableitungen in den Teltowkanal geflossen sind, werde in den Laboren der Wasserbetriebe noch analysiert.