Ein Keks für das Kind: Die Schule fand das nicht o.k. imago

Es sind manchmal die kleinen Vorkommnisse, die für ganz große Erschütterungen im Netz sorgen. Eine Berliner Mutter, der inzwischen mehr als 22.000 Leute auf Twitter folgen, hat einen Riesen-Sturm der Empörung hervorgebracht. Dabei geht der Tweet der Dame, die sich selbstironisch „Sumpfkuh“ nennt, doch nur um das Pausenbrot für ihre Kinder. Bei der Zusammenstellung der Brotbox hatte sie sich reichlich Gedanken um die gesunde Ernährung der Kleinen gemacht: Viele Vitamine, Ballaststoffe und dazu noch ein kleines Leckerli. Doch genau daran störte sich die Schule.

Frische Früchte und Vollkornbrot mit Käse, das war o.k. Stein des Anstoßes war jedoch „ein Butterkeks“: Das fand die Schule nicht akzeptabel. „Wurde gebeten, keine Kekse mit in die Schule zu geben.“

Viele User finden die Reaktion der Schule „übergriffig“

So ganz ernst nimmt „Sumpfkuh“ das Keksverbot nicht und kommentiert frech: „Ja mein Gott, leg ich halt morgen ein Stück Schokolade rein.“

„Übergriffig“ finden viele die Reaktion der Schule, wie aus den Kommentaren hervorgeht.  Von einer Grenzüberschreitung spricht „Tupfschleifel“: Dabei lägen doch in den Büros und Besprechungszimmern jede Menge an Süßigkeiten herum.  

Eine andere Mutter berichtet, sie sei wegen zu viel Butter auf den Broten für ihre Kinder gemaßregelt worden. Ein Vater berichtet, in seiner Kita sei ein Schokoverbot ausgesprochen worden, „nachdem einige Eltern es extrem übertrieben hatten“. In der Grundschule seien dann wiederum Nüsse verboten worden, weil einige Mitschüler:innen Allergien hätten.

Negativlisten: Eltern werden an den Pranger gestellt, Schüler verpetzt

Ein User berichtet, bereits in den 80ern hätten Schulen Negativlisten aufgestellt, was Kindern nicht mitgegeben werden durfte. „Eltern, die sich dagegen gewehrt haben, wurden auf dem Elternabend an den Pranger gestellt.“ Ein anderer User berichtet aus seiner Schulzeit, er sei wegen einer mitgebrachten Milchschnitte verpetzt worden. Die Lehrerin habe sich sofort mit seiner Mutter in Verbindung gesetzt, was das denn sollte!

Ein Lehrer meldet sich auch zu Wort: „In der Oberstufe kontrollieren wir weder Schreibmaterial, Ordnerfarbe, Kleidung, Vesper...“ In seiner Schule aufgestellte Automaten seien mit Cola und Süßkram bestückt. Was aber in Grundschulen so abgehe, darüber sei er „jedes Mal schockiert“.