Das Brandenburger Tor in Berlin-Mitte.  dpa

Angesichts der Corona-Pandemie sind in deutschen Städten bislang keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-Europameisterschaft geplant. In Biergärten und Restaurants können Menschen das Turnier, das am Freitag (11. Juni) beginnt, jedoch an vielen Orten verfolgen. In Berlin vor dem Brandenburger Tor, wo bei vergangenen Turnieren Menschenmassen der deutschen Nationalmannschaft die Daumen drückten, wird es in diesem Jahr keine Fanmeile geben. Ein Sprecher des zuständigen Bezirksamtes Mitte sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es keine Anträge für Public Viewing im Bezirk gegeben habe - auch nicht für das Brandenburger Tor.

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Keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen in anderen deutschen Städten

Auch in vielen anderen Städten waren nach Angaben der Behörden keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen geplant. In Hamburg wird es das normalerweise übliche große Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld nach Angaben der Wirtschaftsbehörde nicht geben. München, einziger deutscher Spielort bei dieser EM, hat sich dazu entschlossen, die Vorbereitungen für die geplante „Fan Zone“ im Münchner Olympiapark nicht weiter zu verfolgen.

Profitieren könnte davon die durch die Pandemie arg gebeutelte Gastronomie. Biergärten und Restaurants heißen zunehmend wieder Gäste willkommen. „Die Vorfreude von Gastronomen, Mitarbeitern und Gästen wächst“, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Insbesondere Gaststätten mit Gärten oder Terrassen bereiten sich laut Hartges derzeit darauf vor, ihren Gästen, soweit es die geltenden Verordnungen und Abstandsgebote erlauben, attraktive Fußball-Erlebnisse zu bieten. Wie in den vergangenen Jahren würden Fernseher und Großleinwände aufgestellt.