Nach der Sonne der vergangenen Tage: 1. April droht mit Bibberstart und Schneeschauern. Imago

Das Wetter der letzten Tage war einfach großartig: warm und sonnig. Sogar abends roch es in Berlin jetzt schon nach Frühling. Doch wer glaubte, der Winter hätte sich endgültig verzogen, hat sich in diesem Frühjahr zu früh im Jahr gefreut. Aprilwetter steht vor der Tür und Meteorologin Adrienne Jeske von wetter.net kündigt nichts Gutes für die kommende Woche an, sogar auf Schnee und Graupel müssen wir uns noch mal einstellen. 

Noch allerdings sieht es okay aus. Dem Hoch „Peter“ geht zwar gerade die Puste aus – und damit bekommt das schöne Wetter im Norden und Nordosten erste Eintrübungen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. In den südlichen Bundesländern geht der Super-Frühling am Sonntag sogar noch weiter.

Lesen Sie auch: Rentner wütend: Bundesregierung vergisst beim Energiekostenzuschuss die Senioren>>

Schritt für Schritt kündigt die Sonne aber ihren Rückzug an. In der Mitte und im Norden Deutschlands halten sich am Sonntag Nebel und Wolken morgens schon länger. Erst im Tagesverlauf soll es dann auflockern. In vielen Regionen kann man aber noch einmal die Sonne genießen, „wenngleich es um ein paar Grad kühler ist als entlang des Oberrheins mit teils über 20 Grad“, wie Florian Bilgeri vom DWD sagt.

Zum Wochenstart guckt der Norden neidisch auf den Süden. Laut Vorhersage driften die Temperaturen auseinander: zwischen über 20 Grad im Süden und unter 15 Grad und viel mehr Wolken im Norden. Ab Dienstag soll es wechselhafter werden, mit häufigeren Schauern. „Dabei bleibt es aber zunächst beim Muster: Süden mild, Norden etwas kühler“, wie Bilgeri sagt.

Lesen Sie auch: TV-Star Jean Pierre Kreamer: Trauriges Video – seine schlimme Krankheit ist wieder da! >>

Zum 1. April drohen Schnee- und Graupelschauer

Was aber schon nicht mehr so schön klingt, ist noch der bessere Teil  der kommenden Wetterwoche. Denn ein Höhentrog, gefüllt mit kalter Luft, ist unterwegs zu uns, wie Wetter-Expertin Adrienne Jeske von wetter.net ankündigt. „Das Frühlingswetter, welches wir aktuell genießen, sagt diesem Trog so gar nicht zu“, erklärt sie.  Außerdem habe er Wolken und Niederschlag im Gepäck.

„Spannend“, nennt Jeske die Wetterlage am Freitag, dem 1. April. Was die Meteorologin spannend nennt, versetzt uns nach dem Shirt-Wetter der letzten Tage einen Bibber-Schock. Bereits in der Nacht auf Freitag kann sich nach aktuellen Berechnungen ein Höhentief bilden, dass dann im Laufe des Freitags über Dänemark und den Norden Deutschlands hinwegzieht.

Und „das könnte es dann wirklich in sich haben“, wie Jeske sagt. Neben Sturmböen würde dieses kleinräumige Höhentief für Schneeschauer bis ins Flachland und Temperaturen zwischen 1 und 12 Grad  sorgen. Der europäische Wetterdienst geht für seine  Mittelfristvorhersage ebenfalls davon aus, dass zum Monatswechsel Schnee- und Graupelfälle auf uns zukommen.

Trotz hoher Energiepreise: Ohne Heizung wird es kalt

Sicher ist diese Vorhersage für den 1. April noch nicht. Zwar gehen alle Vorhersagen davon aus, dass der Luftdruck ab Montag deutlich sinkt, allerdings besteht bei der Temperaturentwicklung noch eine große Unsicherheit. Auch hier deutet die Tendenz zwar zu niedrigeren Werten, aber die Varianz in den Vorhersagen ist noch ausgesprochen groß.

Aber: Auch wenn die Vorhersage im Moment noch nicht sicher ist, die Chancen, dass der April direkt mit „richtigem" Aprilwetter loslegt, sind aber durchaus gegeben, wie Adrienne Jeske erklärt.

Sicher ist, dass wir trotz der hohen Energiepreise die Heizungen noch mal höher drehen müssen. Denn so warm wie in dieser Woche wird es in den kommenden Tagen nicht mehr sein.