Kaum in Freiheit und schon kommt er nach Berlin: Boris Becker.
Kaum in Freiheit und schon kommt er nach Berlin: Boris Becker. AP/Frank Augenstein

Er ist aus dem britischen Knast raus, gibt bereits Interviews im Fernsehen – und nun kommt Boris Becker (55) auch noch nach Berlin. Unfassbar – der einstige Tennis-Star wird im Februar 2023 auf der Berlinale seinen bis jetzt ersten großen Auftritt in der Öffentlichkeit haben.

Die Sensationsnachricht teilte am Dienstag die Pressestelle des Filmfestivals mit. Nach derzeitigem Stand werde man Boris Becker bei den Filmfestspielen erwarten. Und das möglicherweise mit dem vollen Programm: großer Auftritt auf dem Roten Teppich - Blitzlichtgewitter inklusive.

Hintergrund ist ein Film, der jetzt über Becker gedreht wurde. Denn nicht nur TV-Sender oder Streamingdienste glänzen gerade mit dem aus dem Gefängnis entlassenen Star. Auch der oscarprämierte Filmemacher Alex Gibney hat Becker, der vergangene Woche nach Deutschland zurückgekehrt ist, für einen Dokumentarfilm längere Zeit begleitet - bis zu dessen Verurteilung. Becker saß monatelang in Großbritannien im Gefängnis, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte.

In dem Dokumentarfilm beweise Gibney wieder einmal, wie gut er die Kunst des Storytelling beherrsche, hieß es von der Berlinale über die „Untitled Boris Becker Documentary“, die in Berlin Weltpremiere feiern wird.

Außerdem werden auf dem Filmfestival weitere Stars erwartet. So kommt die Schauspielerin Cate Blanchett mit ihrem bereits vielgelobten Film „Tár“ nach Berlin. Das Drama von Todd Field, dem Oscarchancen ausgerechnet werden, feiert auf dem Festival seine Deutschlandpremiere.

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke zeigt auf dem Filmfestival seinen neuen Film „Seneca“ mit John Malkovich.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals. Die nächste Ausgabe ist vom 16. bis 26. Februar geplant. Welche Filme dann im Wettbewerb laufen und um den Goldenen Bären konkurrieren, soll am 23. Januar bekanntgegeben werden.