Isabelle S. (32), ein Rad-Rambo aus der Kleingartenlage. Foto: Pressefoto Wagner

Die flotte Radlerin trat in die Pedale und ärgerte sich über einen Spaziergänger mit Mini-Hund: Isabelle
S.(32) platzte der Kragen. Der Weg wurde zur Kampfzone – mit Nachspiel vor Gericht. Die Blondine nun kleinlaut: „Ich habe zu heftig reagiert und einen Fehler gemacht.“ Allerdings sei sie überzeugt: „Mein Tempo war angemessen, meine Fahrweise auch.“

Durch Rechthaberei schaukelte sich die Szene am 29. Juli 2018 in einer Garten- und Siedlergemeinschaft in Pankow
hoch. Radlerin S.: „Ich bremste, er machte trotzdem keinen Platz.“ Sie brüllte den Mann (52), der gerade mit seinem süßen Shih Tzu Gassi ging, hässlich an: „Verpiss dich mit deinem Scheiß-Köter!“

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„Sie wollte den Hund wegkicken!“

Herrchen T. zur Richterin: „Ich hätte natürlich zur Seite gehen können. Aber warum? Ich sah keine Veranlassung.“ Die Radlerin sei direkt auf ihn zugefahren: „Ich musste zur Seite springen.“ Sein Hündchen war nicht so schnell. Die Angeklagte: „Mit einem Fuß wollte ich den Hund nur leicht beiseite schieben.“

Für dessen Herrchen stand fest: „Sie wollte den Hund wegkicken!“ Isabelle S.: „Dann schlug er mir auf den Arm.Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.“ Sie warf ihr Fahrrad in die Hecke, ging wütend auf den Mann los. Erst schubsten sie sich auf dem Weg der netten Siedlung, dann holte Isabelle S. zum Tritt aus: „Ich wollte seine Weichteile treffen, hatte aber nur Latschen an.“

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„Ich habe den Hund sogar mal gestreichelt“

Sie versetzte T. einen Hieb gegen die Hüfte, machte sich dann aus dem Staub. Einige Tage später sah T. die wilde Radlerin in einem Garten und erstattete Anzeige. T. zur Richterin: „Es liegt wohl nahe, dass sie Hunde nicht mag.“ Die Blondine: „Ich bitte um Entschuldigung für mein Verhalten. Ich wollte nur vorbei.“

Sie sei keine Hunde-Hasserin: „Ich habe seinen Hund sogar mal gestreichelt, als er mit Frauchen unterwegs war.“
Pech für die flotte Radlerin: Sie hat schon einiges auf dem Kerbholz. Ähnliche Vorfälle. Die Frau: „Alles wegen meiner psychischen Erkrankung.“

Glück für sie: Die Richterin blieb mit 1200 Euro Strafe milde.