Es kommt viel Regen auf Deutschland zu - bis zu 100 Liter pro Quadratmeter sollen in den kommenden Tagen fallen. dpa/Britta Pedersen, dpa/Michael Kappeler, wetter.net

Wer Wärme mag, der kommt gerade voll auf seine Kosten – als zweiter Tag in Folge war der Montag richtig heiß! Die Höchstwerte wurden auf der Ost-Seite des Landes gemessen: In München und in Potsdam kletterten die Temperaturen auf bis zu 30,7 Grad! Auch heute soll es nochmal ähnlich warm werden, zumindest im Osten an der Grenze zu Polen. Doch dann soll uns eine neue Talfahrt drohen. Und die wird richtig heftig! Laut Wetter-Experten kommen Regenfluten auf uns zu, wie es sie in diesem Jahr noch nicht gab.

Zugegeben: Der Natur wird das Wetter gut tun, denn bisher fiel die Bilanz der ersten Monate recht trocken aus. Doch nun kommt’s gleich richtig dicke: Am Dienstag soll es immer wieder Schauer geben, sogar Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel sind drin. Noch dazu wird es wieder kälter. „Das sieht für den Mai nicht mehr gut aus. Ich gehe soweit und sage: Die schönsten Maitage haben wir schon hinter uns. Der Wonnemonat Mai fand in diesem Jahr am Muttertag statt“, sagt Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net.

Wetter-Experte: Am Mittwoch und Donnerstag kann es sogar wieder schneien!

„Das wird wohl der einzige sommerlich bis hochsommerlich warme Tag in GANZ Deutschland bleiben. In den nächsten 10 bis 14 Tagen machen die Wettermodelle keine Hoffnung auf eine Wiederholung. Schon das kommende lange Himmelfahrtswochenende scheint ins Wasser zu fallen.“

Die nasse Großwetterlageerstreckt sich laut wetter.net nach und nach über ganz Deutschland. „Da werden in den kommenden sieben Tagen teilweise 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. In den Alpen schneit es Mittwoch und Donnerstag sogar wieder. In einzelnen Landesteilen liegen die Höchstwerte vorübergehend unter 10 Grad. Der wonnige Blitzsommer im Mai ist vorbei und wahrscheinlich kommt er in diesem Monat auch nicht wieder.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Dominik Jung warnt angesichts der großen Niederschlagsmengen sogar vor „Regen-Fluten“. „Für deutsche Verhältnisse ist das fast schon ein Mai-Monsun. Nichts mit Wonnemonat. Aber der großen Trockenheit in den tiefen Bodenschichten kommt das gelegen. Sie könnte sich etwas zurückbilden. Allerdings ist das meist Starkregen. Der haut auf den trockenen Boden auf, kann kaum einsickern, und fließt direkt in Bäche und Flüsse. Da hat der Boden vor Ort teilweise nur wenig davon. Wann die wechselhafte Wetterphase enden wird, kann man derzeit nicht abschätzen“ erklärt er.

Mit dem Regen kommt leider auch der Temperatursturz. Schon am Mittwoch werde die 20-Grad-Marke nicht mehr erreicht, die Höchstwerte liegen den Rest der Woche bei 18 Grad.  „Nach aktuellem Stand könnte der Mai nach dem April als zweiter Monat in Folge zu kalt enden. Zwei zu kalte Monate hintereinander gab es lange nicht mehr“, sagt Wetterexperte Jung.