In der Nacht zu Sonntag mussten Einsatzkräfte der Berliner Polizei erneut in den James-Simon-Park ausrücken. Es kam zu Festnahmen. Foto: Foto: Morris Pudwell

In der Nacht zu Sonntag kam es bei einer weiteren Freiluftparty im James-Simon-Park im Bezirk Mitte erneut zu Auseinandersetzungen zwischen meist jugendlichen Feiernden und der Berliner Polizei. Die Polizeikräfte rückten mit mehreren Einsatzhundertschaften an. Wie schon in der Nacht zu Sonnabend gab es Pöbeleien in Richtung der Beamten, wieder gab es mehrere Festnahmen.

Kurz nach Mitternacht wurde der Bereich am Ufer der Spree dann geräumt. Mehr als 800 Personen mussten den Ort verlassen. Nach Angaben eines für die Berliner Zeitung tätigen Reporters hielten sich zwei Gruppen von Bürgern im Park auf.

Im Nahbereich der Polizei seien es „meist laute, zotige, pöbelnde Jugendliche gewesen“. Im hinteren Bereich des Parks hätten hingegen friedliche Leute auf der Wiese gesessen, die sich auf Anfrage deutlich von den „Krawall-Kids“ distanzierten. „Die machen uns hier alle unser ruhiges Sit-In kaputt“, sagte eine Frau.

Nachdem der Park geräumt war, blieb ein großes Feld voller Unrat, Müll und Flaschen zurück. Über die Anzahl der Festnahmen gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

Bereits in der Nacht zuvor war die Polizei mit mehreren Mannschaftswagen in den James-Simon-Park ausgerückt, da rund 600 feiernde und trinkende Jugendliche nach Angaben vor Ort „bei lauter Musik grölten und gegen die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung verstießen“.