Michael Müller, Noch-Regierender Bürgermeister von Berlin, glaubt nicht, dass Franziska Giffey Wissenschaftssenatorin wird. dpa/Fischer

Erst Klaus Wowereit, dann Heinz Buschkowsky, jetzt Michael Müller. Die Altherren-Riege der Berliner SPD schießt sich auf Franziska Giffey ein.

Auf einem Bildungs-Kongress der „Zeit“ stellte der Noch-Regierende Michael Müller klar: Die Franziska wird eher nicht auch noch Wissenschaftssenatorin. Da gibt  es wegen der Plagiatsvorwürfe in Sachen Doktorarbeit womöglich ein Glaubwürdigkeitsproblem. Müller: „Das wäre schwer. Das ist nicht böse gemeint, wenn ich das sage. Der Start wäre aber schwer mit dem Vorlauf, den wir alle kennen.“

Es wäre also schön, wenn die Altherren-Riege mal ein bisschen zurückstecken würde

Mal ehrlich: Steht Giffey als Wissenschaftssenatorin eines  neuen Senats überhaupt zur Diskussion? Erst mal will sie doch Regierende Bürgermeisterin werden! Und dafür reicht ihre Glaubwürdigkeit allemal. Es wäre also schön, wenn die Altherren-Riege mal ein bisschen zurückstecken würde und die Sticheleien sein ließe. Das ist nicht hilfreich.

Ende September hatte Neuköllns Ex-Bürgermeister Heinz Buschkowsky Giffey „karrieregeil“ genannt und es für gut möglich gehalten, dass die SPD-Spitzenkandidatin nicht Regierende Bürgermeisterin von Berlin wird. Buschkowsky sagte wörtlich: „Franziska Giffey und die SPD Berlin sind zwei völlig unterschiedliche Schuhe.“

Zuvor hatte bereits der Ex-Regierende Klaus Wowereit dargelegt, er sehe keine mögliche Deutschland-Koalition von SPD mit CDU und FDP kommen. Er könne sich nicht vorstellen, dass SPD-Landeschefin Franziska Giffey das in der SPD durchsetzt.