Die Pyrotechnik explodierte im Keller des Wohnhauses in Teupitz (Symbolbild).
Die Pyrotechnik explodierte im Keller des Wohnhauses in Teupitz (Symbolbild). Imago/Gottfried Czepluch

Zwei Irre Waffennarren aus Teupitz (Dahme-Spreewald) sind nun wohl nicht nur verletzt, sondern auch obdachlos. Das zumindest ist die Bilanz einer massiven Explosion im Keller eines Wohnhauses am Silvestertag. Die beiden Männer (51 und 24) sind dabei verletzt worden, der Jüngere der beiden sogar schwer.

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Nach Polizeiangaben brach in dem Haus anschließend ein Feuer aus. Ein Großaufgebot der Feuerwehr löschte den Brand. Der 24-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der 51-Jährige kam mit Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

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Männer hatten mit Pyrotechnik hantiert – Explosion!

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Explosion durch einen Unfall mit Feuerwerk ausgelöst wurde. Mindestens zwei Männer hätten im Keller mit Pyrotechnik hantiert, sagte ein Sprecher. Beim Löschen des Brandes seien zudem zwei Pistolen entdeckt worden! Ob es sich dabei um Schreckschusspistolen oder andere Waffen handelt, werde noch untersucht. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes setzt die weiteren Ermittlungen fort. Auch das Grundstück rings um das Haus im Ortsteil Egsdorf wurde abgesucht.

Das Haus ist weiteren Angaben nach derzeit betretbar, aber nicht bewohnbar. Statiker sind laut Polizei zu Untersuchungen vor Ort. Die Explosion ereignete sich den Angaben zufolge gegen 11.45 Uhr.

Behörden warnen eindringlich vor schweren Verletzungen durch Böller

Immer wieder gibt es zu Silvester wegen der Pyrotechnik viele Verletzte und Brände. Zum Jahreswechsel haben Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) deshalb noch einmal zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk aufgerufen. Stübgen warnte nachdrücklich vor dem Abbrennen nicht zugelassener oder selbstgebauter Feuerwerkskörper. Das könne schwere körperliche Schäden bis hin zum Tod nach sich ziehen. Nach Worten von Brandenburgs Gesundheitsministerin ist die Belastung der Krankenhäuser und Rettungsdienste bereits jetzt schon sehr groß.

Die Polizei in Brandenburg stellt sich nach zwei Jahreswechseln mit Corona-Beschränkungen auf viele Einsätze ein. Im vergangenen Jahr waren nach ihren Angaben Hunderte Beamte im Einsatz.