Die Gruppe „Letzte Generation“ trat an zwei Stellen in Berlin wieder in Aktion. (Symbolbild)
Die Gruppe „Letzte Generation“ trat an zwei Stellen in Berlin wieder in Aktion. (Symbolbild) dpa/Swen Pförtner

Jetzt wird es anscheinend ganz wild. Die bisherigen Klima-Kleber haben sich offenbar eine neue Taktik ausgedacht. Statt geklebt soll jetzt gehämmert werden. Wollten sie Bauarbeiter spielen und die Straße aufreißen? Jedenfalls rückte man in Mitte mit schwerem Gerät an.

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Demonstranten der Initiative „Letzte Generation“ waren am Mittwochmorgen in Berlin erneut zu zwei Straßenblockaden ausgerückt, die aber nicht lange dauerten. Wie die Polizei mitteilte, errichteten gegen acht Uhr drei Personen auf der Invalidenstraße in Höhe des Naturkundemuseums eine vermeintliche Baustelle aus Absperrgittern und Warnbaken.

Vor dem Bundesverkehrsministerium sollte offenbar die Invalidenstraße aufgestemmt und für den Autoverkehr unpassierbar gemacht werden. Beim Eintreffen der Polizisten seien die Aktivisten gerade dabei gewesen, Presslufthämmer an Stromquellen anzuschließen, berichtete die Polizei. Die mitgeführten Presslufthämmer kamen dann aber nicht zum Einsatz. Die Polizei konnte die Aktion, an der nach Polizeiangaben drei Personen beteiligt waren, schnell beenden.

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Weitere Klimaaktionen in Berlin angekündigt

Zeitgleich blockierten den Angaben zufolge neun Personen eine Auffahrt auf die Stadtautobahn am Sachsendamm in Höhe Friedrich-Gerlach-Brücke. Die Aktion wurde von der Polizei nach rund 45 Minuten beendet.

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Für den Nachmittag hat Fridays for Future in Berlin zu einer Protestaktion vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz an der Invalidenstraße aufgerufen. Hintergrund ist die geplante polizeiliche Räumung des Weilers Lützerath (Nordrhein-Westfalen) für den weiteren Braunkohleabbau durch RWE.