Feuerwerk vor dem Berliner Fernsehturm im vergangenen Jahr. Foto: imago-images/ F Boillot

Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres sieht ein generelles Verbot von Böllern an Silvester kritisch, solange sie weiter zu kaufen sind. „Wer keine Silvesterböllerei haben will, muss verhindern, dass Böller überhaupt in den Handel kommen. Es erscheint einigermaßen weltfremd, zuzulassen, dass Menschen Böller kaufen können, es ihnen aber verboten ist, sie anzuzünden“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Verbot mache nur dann Sinn, wenn es keine Böller gebe, die gezündet werden könnten, also ein bundesweites Verkaufsverbot erlassen würde.

Diejenigen, die ein Böllerverbot forderten, sollten eine entsprechende Initiative starten, empfahl Pallgen. Davon abgesehen werde es in der Hauptstadt auch in diesem Jahr wieder Böllerverbotszonen geben. „Sie haben sich nach unseren Informationen von Polizei, Feuerwehr und auch von Anwohnerinnen und Anwohnern bewährt.“ Bis Ende des Monats soll Pallgen zufolge feststehen, welche Zonen geplant sind.

Außerdem gelte bereits bundesweit, dass insbesondere in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen, Reet- oder Fachwerkhäusern und Bereichen mit großen Menschenansammlungen wie in Berlin rund um das Brandenburger Tor Feuerwerk nicht abgebrannt werden dürfe.