Auch am Freitagmorgen war die Berliner Feuerwehr mit den Löscharbeiten in Marienfelde beschäftigt.  Foto: dpa/Annette Riedl

Der Großbrand in einer metallverarbeitenden Fabrik im Süden Berlins ist nach mehr als 15 Stunden von der Feuerwehr gelöscht worden. „Das Feuer ist seit 11.30 Uhr aus. Die Warnmeldungen über KatWarn und NINA wurden soeben zurückgenommen“, twitterte die Feuerwehr am Freitag.

Die weiteren Arbeiten, die Analyse ausgetretener Chemikalien und das Ableiten des zum Teil giftigen Löschwassers könnten aber noch lange dauern. „Es ist durchaus denkbar, dass wir noch bis morgens vor Ort sein werden“, hatte ein Feuerwehrsprecher am Freitagvormittag gesagt.

Wegen starker Rauchentwicklung sollen Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Foto: Morris Pudwell

Der Brand war am Donnerstagabend gegen 20 Uhr in dem Industriegebiet in Marienfelde ausgebrochen. In der Nacht brannte die gesamte 5000 Quadratmeter große Fabrikhalle voll Behältern mit Säuren und Laugen. Eine Schadstoffwolke entwich aus der Halle. Gesundheitsgefährdende Grenzwerte wurden laut Feuerwehr aber nicht überschritten. Die Anwohner sollten aber Fenster und Türen geschlossen halten. 62 Anwohner wurden in ein Hotel gebracht. Bis zu 170 Feuerwehrleute waren in der Nacht gleichzeitig im Einsatz in der Motzener Straße.

Die Feuerwehr sprach wegen der Chemikalien in der Galvanik-Fabrik, in der Metalle bearbeitet und beschichtet werden, von einem sehr schwierigen und gefährlichen Großeinsatz. Die Feuerwehrleute mussten zum Teil spezielle Schutzanzüge tragen. Über hohe Leitern und Gelenkmasten wurden Wasserschläuche über das Dach bis in die Nähe der Flammen geführt. Die Fabrik ist ein sogenannter Störfallbetrieb mit Gefahrenstoffen. Ein Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens wurde leicht verletzt. Die Ursache des Feuers war vorerst unklar.