Pack die Badehose ein! Am Strandbad Wannsee läuft der Betrieb. Aber nur mit personalisiertem Online-Ticket Foto: dpa

Acht Strand- und Freibäder sind trotz Corona schon offen, weitere kommen hinzu. Die Baderegeln sind in der Pandemie kompliziert: Es wird diesen Sommer so gut wie keine FKK  geben, die Besucherzahlen und Öffnungszeiten sind begrenzt. Das Strandbad Weißensee könnte ganz zu bleiben. Der KURIER erklärt, wo und wie Sie sicher baden können.

1. Welche Bäder sind schon besuchbar? Die Bäderbetriebe haben das Strandbad Wannsee, das Sommerbad Olympiastadion, das Sommerbad Wilmersdorf und das Kombibad Spandau Süd seit Montag geöffnet. Mittwoch kommt das Prinzenbad in Kreuzberg hinzu. Dazu haben die verpachteten Strandbäder in Lübars, Friedrichshagen und Jungfernheide den Betrieb aufgenommen. Freitag öffnet das Bad am Plötzensee.

2. Tickets und Öffnungszeit: Für die Bäder der Bäderbetriebe können die Tickets nur online erworben werden – zum Einheitspreis von 3,80 Euro (www.berlinerbaeder.de). Geschwommen werden kann nur in jeweils zwei bis drei Zeitfenstern (7 bis 10 Uhr, 11 bis 15 Uhr und 16 bis 20 Uhr.). Die Badezeit endet 30 Minuten vor Schließzeit. Für Lübars, Friedrichshagen, Plötzensee und Jungfernheide gelten die Regeln nicht. Sie öffnen durchgängig, haben die Kasse offen.

3. Besucherzahlen und Abstände: Es gelten in allen Bädern die Abstandsregeln von 1,5 Metern, auch im Wasser. An Land gilt zwischen den Liegeplätzen fünf Meter Abstand. Die meisten Bäder rechnen mit 15 Quadratmeter pro Badegast. Deswegen wird die Besucherzahl begrenzt: In den Bädern mit Schwimmbecken etwa auf 72 Personen pro Zeitfenster. In Strandbädern variiert die Grenze. So voll wie in einem normalen Sommer wird’s nicht. Ins Bad Friedrichshagen passen nur 250 Personen.

4. Hygiene und Schwimmen: Wer sich krank fühlt, soll daheim bleiben. Umkleiden, Innenduschen bleiben gesperrt,  Außenduschen und Toiletten sind sind offen. Rutschen und Türme sind nur in Ausnahmefällen nutzbar.  In den Bahnen muss rechts geschwommen werden. Die Bäderbetriebe verbieten FKK!  Grund: Zu viel Aufwand. Nach jetzigem Stand will nur das Bad am Plötzensee  FKK anbieten. Jedes Bad braucht vor der Öffnung eine Abnahme des Gesundheitsamt im Bezirk.

Bleiben die Corona-Auflagen, wie sie sind, bleibt das Strandbad Weißensee dieses Jahr zu. Foto: imago stock&people

5. Gastronomie im Bad ist bei Einhaltung der Regeln normal möglich.

6. Was passiert am Weißensee und am Orankesee? Alex Schüller, Betreiber in Weißensee, könnte nur für 51 Gäste öffnen. Deshalb bleibt das Bad zunächst zu, bis sich die Auflagen möglicherweise ändern. Am Orankesee wird die Öffnung vorbereitet.