Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bittet dringend um Blutspenden. dpa/Martin Schutt

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Berliner erneut auf die Dringlichkeit von Blutspenden hingewiesen. Derzeit reichten die verfügbaren Vorräte an Blutkonserven nur für weniger als zwei Tage – ideal wären aber fünf Tage Vorlauf. Um auch in den Sommermonaten eine lückenlose Versorgung der Patienten sicherstellen zu können, seien dringend mehr Blutspenden nötig.

Neues Blutspendezentrum im Alexa in Mitte

Dabei soll auch ein weiteres DRK-Blutspendezentrum helfen. Eröffnet wird es am 14. Juni in Berlin-Mitte im Shoppingcenter Alexa eröffnen.

Für die akut gefährdete Versorgungssicherheit gibt es mehrere Gründe. So bleibe der Bedarf aus den Kliniken sehr hoch, da zusätzlich zur Rückkehr zum Normalbetrieb auch aufgeschobene Behandlungen nachgeholt würden. Eine Reihe von Feiertagen und die Tatsache dass die Menschen wieder mehr unterwegs seien, wirkten sich ebenfalls auf das Blutspendeaufkommen aus.

Hinzu komme, dass wegen des Corona-Infektionsgeschehens Spendenwillige teils vorübergehend nicht spenden könnten. Dass die gewonnenen Blutpräparate nur eine teils kurze Haltbarkeit von wenigen Tagen bis zu fünf Wochen hätten, erschwere die Situation zusätzlich.

Laut Blutspendedienstes sind allein in Berlin und Brandenburg an jedem Werktag etwa 600 Blutspenden erforderlich. Dazu verwiesen die Experten auf eine Vielzahl regulärer Blutspendetermine und auch Sondertermine in Berlin am Pfingstmontag. Spenden kann prinzipiell jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einem Mindestgewicht von 50 Kilo.