Ein Krankenpfleger des Vivantes-Klinikums in Neukölln an einem Beatmungsgerät: Jetzt erhalten die ersten Klinikmitarbeiter die Impfung, die Corona-Patienten behandeln. Foto: dpa

Berlins einziges aktives Impfzentrum in der Arena Berlin in Treptow stellt vorübergehend den Betrieb ein. Der Einsatz vom 31. Dezember bis 3. Januar 2021 sei nicht notwendig, teilte am Dienstag die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Im Gegenzug hat nun das Impfen gegen Corona an den ersten Kliniken begonnen.

„Noch in den letzten Dezembertagen werden sowohl Charité und Vivantes als auch Krankenhausapotheken anderer Träger mit Impfdosen für über 2.000 Krankenhausmitarbeitende ausgestattet“, erklärte die Behörde von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Nach der Impfverordnung des Bundes seien nun insbesondere Ärzte und Pfleger vorrangig zu impfen, die de auf Intensivstationen und anderen Stationen mit Corona-Patienten arbeiten. Die Verteilung der Dosen erfolgt unter Einbeziehung der Berliner Krankenhausgesellschaft. Die öffentlichen Krankenhäuser haben entsprechend ihrem Anteil an der Covid-Versorgung auf den Intensivstationen etwa die Hälfte erhalten.

Um 11 Uhr begann am Vivantes Klinikum Neukölln und am Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf das Impfen der ersten Ärzte und Pfleger der Corona-Stationen. Eine Stunde zuvor wurde damit an der Charité in Mitte und an deren weiteren Standorten, dem Benjamin-Franklin-Krankenhaus und dem Virchow-Klinikum begonnen.

Das Impfzentrum in Treptow pausiert über den Jahreswechsel Foto: dpa

„Wir freuen uns sehr und sind dankbar, dass es der Senatsverwaltung gelungen ist, Impfungen in einem ersten Schritt auch für diejenigen möglich zu machen, die seit Monaten besonders gefordert sind in der Bekämpfung der Pandemie“, sagt Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer. „Die Ärzte und Pflegekräfte arbeiten anhaltend an der absoluten Belastungsgrenze in dieser nie da gewesenen Krisensituation. Eine Impfung kann hier zumindest für mehr Sicherheit sorgen.“

Die Gesundheit der Krankenhausbeschäftigten sei Voraussetzung dafür, dass wir die Gesundheitsversorgung der Berliner Bevölkerung in der Pandemie dauerhaft und bestmöglich sicherstellen können, erklärte Vivantes-Geschäftsführer Johannes Danckert. „Eine interne Umfrage hatte gezeigt, dass die Impfbereitschaft unserer Beschäftigten erfreulich hoch ist“, sagt er.

Im Impfzentrum Arena Berlin, in dem derzeit die Pflegekräfte der Alten- und Pflegeheime geimpft werden, seien die Terminbuchungen gut angelaufen. „Im Hinblick auf die Anzahl der Buchungen ist der dortige Betrieb über die Feiertage (31.12.2020 bis 3.1.2021) jedoch nicht notwendig“, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Die Impfungen der Bewohner in Pflegeeinrichtungen würde durch die 60 mobilen Impfteams weiter laufen.  

Mehr Impfungen, auch für andere Personenkreise, sind aufgrund der Menge des Impfstoffes aktuell nicht möglich. „Aus diesem Grund sind auch die weiteren fünf betriebsbereiten Impfzentren in Berlin noch nicht in Betrieb“, heißt es weiter. Sie sollen erst im Januar ihre Arbeit aufnehmen. Seit dem 26. Dezember hat Berlin 29.250 Dosen des Impfstoffes des Hersteller-Bündnisses Biontech/Pfizer erhalten. Am Mittwoch sollen 29.500 weitere Dosen in der Hauptstadt eintreffen. Im neuen Jahr werden wöchentlich 29.750 Dosen erwartet.