Eine Mitarbeiterin sucht in der Schlachtensee-Apotheke in einem Regal nach einem Medikament.  dpa

Kaum ein Ort, an dem in Berlin nicht geimpft wird. Jetzt starten auch Berliner Apotheken demnächst mit den Corona-Impfungen. Die Apotheker-Verein geht davon aus, dass die ersten seiner Mitglieder in der nächsten oder übernächsten Woche loslegen, wie Sprecher Stefan Schmidt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die rechtlichen Grundlagen seien geschaffen worden, nun könne die praktische Umsetzung beginnen. Neben der Herrichtung von Räumlichkeiten gehöre die Bestellung von Impfstoff dazu.

Nicht jede Apotheke ist geeignet zum Impfen 

Nach den Worten Schmidts ist damit zu rechnen, dass nach und nach eine dreistellige Zahl von Apotheken das Impfangebot unterbreitet. Eine Umfrage, an der sich 200 der rund 800 Apotheken beteiligten, habe ergeben, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer sich vorstellen könne zu impfen. An Schulungen hätten bereits etliche Interessenten teilgenommen, dies laufe auch noch weiter. Aber nicht jeder der Berliner Apothekerinnen und Apotheker verfüge über geeignete Räume.

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Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin sieht die Beteiligung von Apotheken an der Impfkampagne aus unterschiedlichen Gründen kritisch. „Es ist nicht die Absicht der Apothekerinnen und Apotheker, Menschen vom Arztbesuch abzuhalten“, hielt Schmidt dem entgegen. „Es geht vielmehr um ein zusätzliches Angebot für diejenigen Menschen, die nicht zum Arzt gehen.“ Es gehe also nicht um eine Konkurrenz mit den Ärzten.